Rhabarber Gemüse gesund

Wissenswertes zum Rhabarber

Ab April findet man im Supermarkt den ersten deutschen Rhabarber. Egal ob im Kompott, als Konfitüre oder im Kuchen – die fruchtigen Stangen kennen wir eigentlich nur aus süßen Speisen. Aber zählt Rhabarber überhaupt zum Obst? Das und noch viele weitere interessante Fragen beantworten wir euch in diesem Blogbeitrag.

 

Wie gesund ist Rhabarber?

Rhabarber hat einen hohen Wassergehalt und ist deshalb sehr kalorienarm. So enthalten 100 g nur etwa 20 Kalorien. Die vielen wichtigen Vitamine und Mineralstoffe wie Vitamin C, Zink, Magnesium und Eisen machen Rhabarber so gesund. Er ist außerdem sehr fettarm und reich an Ballaststoffen. Der Ballaststoff Pektin regt die Darmtätigkeit an und fördert somit die Verdauung. Durch den geringen Kaloriengehalt und die hohe Nährstoffdichte eignet sich Rhabarber optimal zum Abnehmen.

Den typischen sauren Geschmack erhält der Rhabarber durch seinen hohen Gehalt an Fruchtsäuren, vor allem Apfel- und Citronensäure. Ebenfalls in großen Mengen enthalten, ist die sogenannte Oxalsäure und das insbesondere in den Blättern. Die Blätter sind daher giftig und nicht essbar. Auch in den Stielen sind in 100 g frischen Rhabarber etwa 460 mg Oxalsäure enthalten. Oxalsäure behindert beim Menschen die Aufnahme von Calcium im Körper. Die Oxalsäure führt außerdem dazu, dass man nach dem Essen einen leicht pelzigen Geschmack auf der Zunge hat.

 

Zählt Rhabarber zum Obst oder Gemüse?

Da die fruchtigen Stängel fruchtig-sauer schmecken und oft in süßen Speisen verwendet werden, wird Rhabarber häufig zum Obst gezählt. Aber botanisch zählt der Rhabarber zum Gemüse, genauer gesagt zu der Familie der Knöterichgewächse. Ursprünglich stammt das Gemüse aus China und wird erst seit etwa 160 Jahren in den deutschen Küchen verwendet.

 

Wann ist Rhabarbersaison?

Die Rhabarbersaison ist wie bei allen saisonalen Gemüsesorten vom Wetter abhängig. Meist beginnt sie etwa Anfang April und endet im Juni, jedoch spätestens zum 21. Juni. Ab diesem Zeitpunkt braucht die Rhabarberpflanze eine Ruhephase, um sich für die Ernte im nächsten Jahr zu erholen.

 

Woran erkenne ich frischen Rhabarber?

Rhabarber gibt es vielen verschiedenen Sorten, grundsätzlich wird zwischen roten und grünen Sorten unterschieden. Die roten Stängel sind milder und haben einen fruchtigeren Geschmack. Beim Einkauf sollte darauf geachtet werden, dass die Gemüsestangen aus regionalem Anbau kommen. Frischer Rhabarber ist an den festen, saftigen Stangen und frischen Enden zu erkennen. Die Enden sollten auf keinen Fall trocken aussehen.

Rhabarber gesund

 

Wie bereite ich Rhabarber am besten zu?

Von der Pflanze werden nur die Stängel zum Verzehr verwendet. Bei den heutigen Sorten ist Schälen kaum noch notwendig. Es reicht aus, wenn die faserige Haut mit einem Messer entfernt wird. Rhabarber sollte gegart verzehrt werden: dafür das Blatt und das untere Ende der Stange abschneiden, in Stücke schneiden und kurz in kochendem Wasser blanchieren. Durch das kurze Garen wird der Oxalsäuregehalt reduziert. Das Kochwasser danach verwerfen.

Da das Gemüse schnell austrocknet, sollte es kurz nach dem Kauf zubereitet werden.

 

Wie lagere ich am besten Rhabarber?

Den Rhabarber am besten in ein feuchtes Tuch einwickeln und in das Gemüsefach des Kühlschranks legen. Dort bleibt er dann für mehrere Tage frisch. Wer das Gemüse auch nach der Saison noch verwenden möchte, der kann ihn in Stücke geschnitten einfrieren. Im Gefrierfach hält er sich etwa ein Jahr.

 

Wie gefährlich ist die enthaltene Oxalsäure wirklich?

Die enthaltene Oxalsäure ist unbedenklich, wenn Rhabarber in üblichen Mengen verzehrt und richtig zubereitet wird. So können 700 mg Oxalsäure täglich von gesunden Erwachsenen oder Jugendlichen bedenkenlos aufgenommen werden. Die Blätter haben keinen Einfluss auf den Oxalsäuregehalt der Pflanze.

Menschen mit Nierenleiden, Rheuma oder Gicht sowie Kinder sollten die Stangen mit Vorsicht genießen, da Oxalsäure die Entstehung von Nierensteinen sowie Gicht und Rheuma fördert.

Um den Oxalsäuregehalt in der Pflanze zu verringern, sollte das Gemüse immer gut durchgekocht werden. Ideal ist auch eine Zubereitung zusammen mit calciumreichen Zutaten, da Calcium die Oxalsäure bindet.

 

P.S.: Ein leckeres Rhabarberrezept findet ihr in den nächsten Tagen auf unserer Homepage. Hier geht es zu unseren Rezepten.

 

Dein Nutri-Plus Team

 

Quellen

 

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