Vitamin D, Sonnenvitamin

Vitamin D: So bist du im Winter ausreichend versorgt!

Vitamin D sorgt nicht nur für starke Knochen, sondern soll auch das Abnehmen erleichtern und vor Erkrankungen wie Krebs oder Alzheimer schützen. Doch obwohl über die positiven Effekte einer ausreichenden Vitamin-D-Versorgung immer mehr bekannt wird, ist der Großteil der Deutschen nicht optimal mit diesem versorgt. Insbesondere in der dunklen Jahreszeit ist die Vitamin-D-Zufuhr daher ein wichtiges Thema. Mehr erfährst du in unserem heutigen Blogbeitrag.

Das Sonnenvitamin und seine Funktion im Körper

Kaum ein Vitamin bekommt so viel Aufmerksamkeit wie das Sonnenvitamin. Dabei ist es streng genommen gar kein richtiges Vitamin, denn der Körper kann es auch selbst herstellen (endogene Synthese). In der Haut wird aus der Vorstufe 7-Dehydrocholesterol das Vitamin D3 (Cholecalciferol) gebildet. Voraussetzung: Genügend Sonnenstrahlung – genauer UV-B-Strahlung – gelangt auf die Haut.

Unter dem Begriff Vitamin D fasst man eine Reihe verschiedener Verbindungen zusammen. Vitamin D3 (Cholecalciferol) ist dabei die Wichtigste und vor allem in tierischen Lebensmitteln zu finden. In Pflanzen kommt hingegen das weniger wirksame D2 (Ergocalciferol) vor. Vitamin D3 wird in unserem Körper weiter zur aktiven Form, dem Hormon Calcitriol, umgewandelt. Dieses spielt eine wichtige Rolle im Calcium- und Phosphat-Haushalt. Beispielsweise ist es am Transport von Calcium aus dem Darm sowie der Härtung und Mineralisierung des Knochens beteiligt. Daher spiegelt sich ein Mangel auch in erniedrigten Calcium-Spiegeln wider. Knochenerweichungen (Osteomalazie) und Knochenverformungen (Rachitis) sind typische Folgen. Insbesondere um die Jahrhundertwende litten zahlreiche Kinder unter Rachitis. Durch die industrielle Revolution mussten sie teilweise bis zu zwölf Stunden täglich in Bergwerken schuften. Im Winter sahen die Kinder hingegen tagelang kein Tageslicht. Heute bekommen Säuglinge daher ab der zweiten Woche Vitamin D, um eine Rachitis vorzubeugen.

Lange Zeit wurde die Bedeutung des Sonnenvitamins lediglich auf seine Rolle für die Knochengesundheit beschränkt. Doch in den letzten Jahren werden niedrige Vitamin-D-Spiegel mit einer immer länger werdenden Liste an Erkrankungen in Verbindung gebracht. Er soll z. B. die Entstehung von Osteoporose, Herzinfarkt, Diabetes, Depressionen, Multiple Sklerose, Alzheimer oder Parkinson fördern.

Produziert der Körper auch im Winter Vitamin D?

Von etwa Mitte Oktober bis Mitte März kann der Körper das Vitamin nicht herstellen, da die Sonnenstrahlung nicht mehr intensiv genug ist. Selbst wenn wir uns also in T-Shirt und kurzen Hosen in die Sonne setzen, würde im Winter keine Eigensynthese in der Haut stattfinden. Unsere Ernährung bietet leider keinen Ersatz und eignet sich nicht dazu, den Vitamin-D-Bedarf zu decken. Nennenswerte Mengen finden sich beispielsweise in Pilzen oder fettem Seefisch. Allerdings müsste man hiervon schon täglich große Mengen essen, um seinen Bedarf zu decken. Einfacher und unkomplizierter ist da die Einnahme von Supplementen. Spätestens ab dem 65. Lebensjahr reicht die Eigensynthese über die Haut auch nicht mehr im Sommer aus, um den Vitaminbedarf zu decken. Mit zunehmendem Alter nimmt die Syntheseleistung der Haut nämlich deutlich ab. Diese Altersgruppe sollte also ganzjährig Vitamin-D-Supplemente einnehmen.

Warum sind viele Vitamin-D-Supplemente nicht vegan?

Viele Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln gewinnen ihr Vitamin D3 aus tierischen Rohstoffen. Am Häufigsten kommt dabei Lanolin – auch bekannt als Wollwachs oder Wollfett –  zum Einsatz. Inzwischen kann Vitamin D3 aber auch vegan hergestellt werden. Das D3 unseres Sonnenvitamins wird z. B. aus Flechten gewonnen.

Gut zu wissen: Bei Nahrungsergänzungsmitteln erfolgt die Mengenangabe von Vitamin D in internationalen Einheiten (IE oder englisch IU = international Unit). Eine IE entspricht 0,025 µg Vitamin D3. Ein 1 µg sind 40 IE.  Derzeit wird von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) eine tägliche Zufuhr von 20 µg  für Erwachsene empfohlen.

Dein Nutri-Plus Team

 

Quellen:

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