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Schadstoffaufnahme: Was kannst du dagegen tun?

 

Unser Körper ist jeden Tag einer Vielzahl von Schadstoffen unterschiedlichster Herkünfte ausgesetzt. Schadstoffe sind starke Oxidanzien, die im Körper zu einem Ungleichgewicht führen. Dadurch werden vermehrt freie Radikale gebildet, die unseren Organismus schädigen und sogar Entzündungsreaktionen verursachen können. Die Schadstoffaufnahme geschieht dabei nicht nur aus der Umwelt, wie beispielsweise aus Luft, Wasser und Boden, sondern auch über die Nahrung in Form von Pestiziden, Weichmachern und Verpackungsmaterialien, Medikamente, Genussmittel und stark verarbeitete Lebensmittel, wie zum Beispiel Zigaretten und Alkohol, sowie über Stress. Die Schadstoffproduktion hat nicht nur einen erheblichen Einfluss auf die menschliche Gesundheit, sondern auch auf die Natur. Für die erhöhte Produktion an schädlichen Substanzen ist der Mensch zuweilen zu großen Teilen selbst verantwortlich.  

Woher nehmen wir welche Schadstoffe auf?

Umwelt:

Die starke Luftverschmutzung hat ihre Ursachen in erster Linie im Ausstoß von Treibhausgasen. Eines der bedeutendsten Treibhausgase ist das Kohlendioxid (CO2). Es ist in der Atmosphäre über mehr als 100 Jahre nachweisbar und entsteht unter anderem bei der Verbrennung von Kohle, Erdöl sowie Erdgas. Ein weiteres bedeutsames Treibhausgas ist Methan (CH4), welches zwar nicht so lange in der Luft verbleibt, aber dafür 25-mal wirksamer ist als Kohlendioxid. In Deutschland wird Methan hauptsächlich in der Landwirtschaft produziert - hier vor allem in der Massentierhaltung. In diesem Zusammenhang wird auch oft von Lachgas (N2O) gesprochen. Dieses Gas ist – genau wie Methan – viel wirksamer als das Kohlendioxid und damit noch schädlicher für die Umwelt. Vor allem wiederkäuende Rinder, Mist und stark gedüngte Felder setzen Methan und Lachgas frei.

Auch Stickstoffoxide tragen zur Luftverschmutzung und damit auch zur Ozonverschmutzung  bei. Diese gasförmigen Verbindungen bestehen sowohl aus Stickstoff als auch aus Sauerstoff und sind an heißen Sommertagen zusammen mit den flüchtigen Kohlenwasserstoffen für die erhöhten Ozonwerte verantwortlich. Außerdem sind Stickstoffoxide an der Feinstaubbelastung beteiligt. Feinstaub schwebt für eine gewisse Zeit in der Luft und kann über das Einatmen zu Atemwegserkrankungen führen. Hierbei gilt: Je kleiner die Feinstaubpartikel, desto gefährlicher sind sie!

Darüber hinaus nehmen wir Schadstoffe durch den Elektrosmog in unserer Umwelt auf. Dieser Elektrosmog entsteht durch erzeugte elektrische Felder, wie zum Beispiel bei Computern, Handys oder auch Fernsehern.

Pestizide:

Pestizide (Pflanzenschutzmittel) halten unser Gemüse und Obst zwar von Fressschädlingen und Krankheiten fern, doch durch die Anwendung dieser Substanzen und Düngemitteln wie Nitrat verschmutzen wir sowohl unser Grundwasser als auch unsere Böden. Infolgedessen können ganze Felder zum Anbau von Lebensmitteln nicht mehr genutzt werden. Die Pflanzenschutzmittel können im schlimmsten Fall auf unsere Lebensmittel übergehen.

Medikamente:

In Deutschland verschreiben Ärzte jedes Jahr große Mengen Medikamente oder man erwirbt sie in Apotheken selbst. Schon bei einer leichten Erkältung greifen viele Menschen direkt zur Tablette; und das, obwohl pflanzliche Wirkstoffe und ausreichend Ruhe für den Körper viel mehr bewirken. In Deutschland gehören vor allem Schmerzmittel, Antibiotika und Entzündungshemmer zu den am häufigsten eingenommenen Wirkstoffen. Bei einer regelmäßigen Einnahme ist es möglich, dass sich die Arzneimittel im Körper ablagern und die Gesundheit dauerhaft schädigen. Die Schadstoffe, die wir über Medikamente aufnehmen, können den Stoffwechsel beeinflussen, das hormonelle Gleichgewicht verschieben oder die Signalübertragung von Zelle zu Zelle verändern. Deshalb ist eine geeignete Entsorgung der Arzneimittel enorm wichtig.

Lebensmittel:

Obwohl wir in Deutschland genaue Überwachungsbehörden haben und für viele Substanzen Höchstwerte festgelegt sind, können Rückstände von Schadstoffen in unseren Lebensmitteln nie komplett ausgeschlossen werden. Die unerwünschten Substanzen können unter anderem aus der Landwirtschaft, der Lebensmittelverarbeitung, der Verpackung oder über Abgase auf unsere Nahrungsmittel übergehen. Über unsere Plastikverpackungen können Weichmacher mit der Zeit in das Lebensmittel gelangen. Auch Schwermetalle wie CadmiumBlei und Quecksilber können unsere Gesundheit schädigen. Sie gelangen unter anderem durch den Straßenverkehr oder die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln in unsere Umwelt und damit auf unsere Lebensmittel. Die Schwermetalle werden über die Böden von den Pflanzen aufgenommen und gelangen vor allem über tierische Lebensmittel in unseren Organismus. Aber auch Pilze können Cadmium und Quecksilber gut speichern und somit erhöhte Werte enthalten. Schadstoffe können außerdem bei der Zubereitung von Lebensmitteln entstehen. So kann das bekannte Acrylamid bei zu starker Erhitzung von kohlenhydratreichen Lebensmitteln, insbesondere beim Backen, Rösten, Grillen oder Frittieren, entstehen. Die durch die heißen Temperaturen entstehenden schwarzen Stellen auf dem Lebensmittel können krebserregend sein. Auch Nitrosamine entstehen bei zu hohen Temperaturen und werden als kanzerogen eingestuft. Nitrosamine kommen nicht nur im Nahrungsmittel vor, sondern werden auch im Körper selbst aus Nitrit bzw. Nitrat gebildet. 

Vor allem stark verarbeitete Produkte enthalten bedenkliche Inhaltsstoffe. Dazu zählen unter anderem die Trans-Fettsäuren sowie das Palmöl. Trans-Fette sind hauptsächlich in Fertigprodukten wie beispielsweise Chips oder Pommes zu finden und haben negative Auswirkungen auf den Stoffwechsel; vor allem das Risiko einer Fettstoffwechselstörung ist erhöht. Palmöl wird aus der Ölpalme gewonnen und besteht fast zur Hälfte aus gesättigten Fettsäuren. Durch seinen hohen Schmelzpunkt sowie den günstigen Preis ist es in fast jedem zweiten Lebensmittel zu finden. Das Palmöl hat insoweit einen negativen Einfluss auf die menschliche Gesundheit, als dass es zu hohen Cholesterinwerten beiträgt und somit auch zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen kann. Außerdem sollen die enthaltenen Fettsäureester krebserregend sein.

Auch Antibiotika aus tierischen Produkten können unsere Gesundheit schädigen. In der Massentierhaltung werden die Tiere bei Krankheiten häufig mit Antibiotika behandelt, welche Rückstände im Fleisch hinterlassen können. Eigentlich sollen diese Wirkstoffe verhindern, dass sich Krankheitserreger weiter ausbreiten; verfüttern die Landwirte diese Substanzen allerdings regelmäßig, so verlieren sie ihre Wirkung und die Bakterien werden resistent. Dies ist vor allem für Menschen gefährlich, die ein geschwächtes Immunsystem haben.

Alkohol und Rauchen:

Heutzutage gehört das Feierabendbier oder ein Glas Wein zum Essen für viele einfach dazu. Die Nationale Verzehrsstudie II zeigt, dass die deutsche Bevölkerung zu viele alkoholische Getränke konsumiert. Die Studie orientiert sich an den Zufuhrmengen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE): Gesunde Männer sollen maximal 20 g Alkohol pro Tag und gesunde Frauen 10 g aufnehmen. 20 g Alkohol entsprechen beispielsweise einem halben Liter Bier oder einem Glas Wein/Sekt. In Deutschland liegt jeder vierte Mann und jede sechste Frau oberhalb dieser Menge.

Wenn von Alkohol gesprochen wird, so ist eigentlich die chemische Verbindung gemeint, das Ethanol. Ethanol wird in der Leber abgebaut; bei diesem Abbauprozess entsteht das toxische Acetaldehyd, welches die Umwandlung anderer Nährstoffe negativ beeinflussen kann. Alkohol bedingt eine Fettleber, Leberzirrhose oder sogar Leberkrebs. Darüber hinaus können auch viele andere Organe von der Schadstoffaufnahme über Alkohol betroffen sein, wie zum Beispiel die Bauchspeicheldrüse, die Verdauungsorgane, das Herz-Kreislauf-System sowie das Immunsystem. Daher haben die betroffenen Organe ein erhöhtes Krebsrisiko.

Rauchen ist eine der bedeutendsten und zugleich vermeidbarsten Todes- und Erkrankungsursache. Der Zigarettenrauch enthält eine Fülle von giftigen, schädlichen und teilweise krebserregenden Stoffen. Da dieser in die Umwelt abgegeben wird, ist das sogenannte Passivrauchen genauso schädlich. In Deutschland rauchen derzeit etwa ein Viertel aller Erwachsenen täglich oder gelegentlich. Vor allem die jüngere Bevölkerung zwischen 19 und 24 Jahren greift am häufigsten zur Zigarette. Studien belegen, dass Raucher ein erhöhtes Krebsrisiko aufweisen. Des Weiteren schädigt es die Gefäße im Körper, sodass das Blut nicht mehr ausreichend transportiert werden kann und es zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie einem Herzinfarkt kommen kann. Außerdem können Erkrankungen wie Arteriosklerose, Schlaganfall, chronische Bronchitis und ein abgeschwächtes Immunsystem auftreten.

Die Schafstoffaufnahme durch Rauchen führt – wie Alkohol auch – zu einer Reihe von Nährstoffmängeln. Mikronährstoffe werden verstärkt verbraucht oder gehen verloren. Deswegen solltest du auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung achten, die reich an Obst und Gemüse ist.

Stress:

Der menschliche Organismus ist in der heutigen Zeit vielen Stress-Faktoren ausgesetzt – sei es in der Freizeit, im Beruf oder im hektischen Familienalltag. Aus medizinischer Sicht bedeutet Stress eine natürliche Reaktion, die unseren Körper kurzfristig leistungsfähiger macht. Anders als noch in der Steinzeit, wo man für Flucht und Kampf gewappnet sein musste, wird die heutzutage bereitgestellte Energie vom Körper nicht mehr verbraucht, sodass er sie auf andere Weise abbauen muss. Wenn es zu keinem Abbau kommt, lagert der Körper die Energie im Organismus ab. Regelmäßige sportliche Aktivitäten sind eine gute Maßnahme, um überschüssige Energie loszuwerden. Wenn der Körper sich zudem dauerhaft Stresssituationen ausgesetzt ist, kommt es zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Stress unterscheidet sich individuell und hängt immer von der emotionalen Empfindsamkeit ab. So gibt es positives oder negatives Stresserleben. Beispielsweise ist Freizeitstress meist als positiver Stress wahrzunehmen.

 

Welche Folgen hat die Schadstoffaufnahme für unseren Körper?

Schadstoffe können auf unterschiedliche Bereiche des menschlichen Organismusses einen negativen Einfluss nehmen. So können sie beispielsweise durch Aufnahme und Ablagerung die Gefäße im Körper schädigen, sodass das Blut nicht mehr ausreichend transportiert werden kann. Infolgedessen besteht ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, wie zum Beispiel einem Herzinfarkt. Schadstoffablagerungen können außerdem Erkrankungen wie Arteriosklerose, Schlaganfall sowie chronische Bronchitis zur Folge haben. Zum Beispiel schüttet der Körper in stressigen Situationen vermehrt die Hormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol aus. Dadurch erhöht sich die Atem- und Herzfrequenz sowie der Blutdruck. Zudem steigt auch die Muskelspannung an. Werden die Hormone nicht wieder abgebaut, verbleiben sie im Blut und können auf Dauer unseren Organismus aus dem Gleichgewicht bringen, wodurch verschiedene Erkrankungen begünstigt werden. Durch die gesteigerte Herzfrequenz können beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen auftreten. Da auch der Blutzuckerspiegel ansteigt, ist Stress oft mit Stoffwechselstörungen, wie Diabetes, verbunden. Außerdem schwächt das Ungleichgewicht das Immunsystem und begünstigt psychische Erkrankungen wie Burnout, Depressionen sowie Schlafstörungen.

Zudem können Schadstoffe auch einen negativen Einfluss auf innere Organe nehmen, wie zum Beispiel auf die Leber. Die Leber ist das größte Stoffwechselorgan im menschlichen Körper, indem aufgenommene Schadstoffe abgebaut werden. Gleichzeitig stellt der Abbau von Schadstoffen jedoch eine große Herausforderung für die Leber da. Denn sofern der Abbau nicht im vollen Umfang passiert, werden freie Radikale gebildet, die wiederum den Organismus und vor allem die Leber selbst schädigen können. So ist es naheliegend, dass eine Lebererkrankung oft mit einem Mikro- und/oder Makronährstoffmangel verbunden ist. Tritt ein Mangel an Mikronährstoffen wie Vitaminen und Mineralstoffen auf, so können reinigende Prozesse im Körper nicht mehr ausreichend stattfinden, da die benötigten Mikronährstoffe für die Entgiftung nicht zur Verfügung stehen. Die Folgen einer erkrankten Leber durch die Aufnahme von Schadstoffen können Fettleber, Leberzirrhose oder sogar Leberkrebs umfassen. 

Neben dem der Leber können auch noch andere Organe, wie beispielsweise der Darm und die Nieren, von einer Schadstoffaufnahme betroffen sein. So werden Darm und Nieren besonders bei einer übermäßigen Einnahme von Medikamenten belastet. Der Körper nimmt die Arzneimittel zuerst über den Magen-Darm-Trakt auf, was vor allem die Magen- und Darmschleimhaut reizt. Diese Reizung begünstigt die Entwicklung wiederum weiterer Erkrankungen. Über die Nieren werden die noch nicht ausreichend abgebauten Medikamente mit dem Urin ausgeschieden und können dabei die Nieren schädigen. Der Schweregrad der Schädigungen ist allerdings abhängig von der Menge und Dosis der Arzneimittel. Falls aufgrund einer Erkrankung Medikamente eingenommen werden müssen, sollte immer Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden, ob es auch schonendere Wirkstoffe gibt. Die Nieren können neben einer übermäßigen Einnahme von Medikamenten auch durch die Aufnahme von Cadmium und Quecksilber geschädigt werden. Die Folge der Aufnahme von Cadmium und Quecksilber ist eine Blutvergiftung, welche zu einer gestärten Blutbildung führt, die mit Blutarmut, Schwindel sowie Kopfschmerzen einhergeht.

Zudem kann die Aufnahme von Schadstoffen, z.B. im Falle von Alkohol, auch einen negativen Einfluss auf das Körpergewicht nehmen. Denn Alkohol liefert nämlich viel Energie, ohne zu sättigen und Nährstoffe zu enthalten. Ähnlich sieht es mit stark verarbeiteten Lebensmitteln, wie zum Beispiel Fertiggerichten, aus. Wer folglich übermäßig Alkohol oder stark verarbeitete Lebensmittel konsumiert, leidet häufig an Übergewicht, welches über einen längeren Zeitraum auch in eine Mangelernährung umschwenken kann. Es werden dann hauptsächlich „leere Kalorien“ aufgenommen, weshalb es zu einem Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen kommt. Übergewicht und die damit einhergehenden Mangelerscheinungen werden zudem von einer geschädigten Leber, die Mikro- und Makronährstoffe nicht mehr richtig verstoffwechseln kann, begünstigt.  

 

Was kann man gegen und vorbeugend gegen Schadstoffe unternehmen?

Um den Körper vor den unterschiedlichen Schadstoffen zu schützen, gibt es eine Reihe von Maßnahmen, die ergriffen werden können. Jeder von uns kann etwas tun und aktiv werden! In erster Linie spielt unsere Ernährungsweise eine wichtige Rolle.

Gesunde uns ausgewogene Ernährung:

Schon eine gesunde und ausgewogene Ernährungsweise mit einem hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt kann einer hohen Schadstoffaufnahme vorbeugen. Daher ist es also ratsam, im Supermarkt darauf zu achten frische und gering verarbeitete Lebensmittel einzukaufen. Obst und Gemüse aus biologischem Anbau haben außerdem eine geringere Belastung mit Pestiziden. Durch den Kauf frischer Nahrungsmittel wird automatisch die Aufnahme von Schadstoffen aus Verpackungen vermieden. Weiterhin empfiehlt es sich auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten, die vor allem alle wichtigen Antioxidanzien enthält. Diese sind notwendig, um die freien Radikale einzufangen, die durch Schadstoffe aus der Umwelt freigesetzt werden und somit den Organismus vor oxidativen Stress zu schützen. Zu den Antioxidantien zählen Vitamin C, Vitamin E, Vitamin A sowie β-Carotin und Selen. Neben den genannten Vitalstoffen sollte eine ausreichende Zufuhr von Vitamin D, Eisen und Zink sichergestellt werden, da diese Nährstoffe ein unverzichtbarer Bestandteil einer funktionierenden Immunabwehr sind. Sie sind unter anderem Bestandteil antioxidativer Enzyme, die die durch Schadstoffe verursachten freie Radikale abbauen. Dabei spielen nicht nur die genannten Nährstoffe eine wichtige Rolle, sondern auch die sekundären Pflanzenstoffe, besonders die Polyphenole (z.B. Grünteeextrakt), da diese ebenfalls eine antioxidative Wirkung besitzen.

Um die Notwendigkeit von Antioxidantien zu verdeutlichen, eignet sich beispielsweise Vitamin C Versorgung von Rauchern und Nicht-Raucher. Während ein Nicht-Raucher eine Vitamin C-Empfehlung von 100 mg/Tag hat, benötigt ein Raucher hingegen 50 mg/Tag mehr Vitamin C, was einen Mehrbedarf von 50% darstellt. Denn durch das Rauchen bilden sich im Körper freie Radikale, sodass ein Raucher im Gegensatz zu einem Nicht-Raucher mehr Antioxidantien braucht. Ebenso ist eine Versorgung der B-Vitamine besonders wichtig. Beispielsweise ist bei etwa 80% aller Menschen mit einem übermäßigen Verzehr an Alkohol ein Mangel zu verzeichnen, der sich in Bewusstseinsveränderungen und Psychosen bemerkbar macht (Wernicke-Korsakow-Syndrom. Daher sollte diese Personengruppe vor allem auf ihre Vitamin B1 (Thiamin) Versorgung achten. Zudem ist bei ihnen auch der Bedarf an Folsäure erhöht; bei einer schlechten Versorgung kann es zu Störungen der Blutbildung kommen. Auch für Raucher ist ein erhöhter Bedarf an B-Vitaminen charakteristisch. B-Vitamine vermindern hohe Homocystein-Konzentrationen im Körper, welche die Blutgefäße schädigen können. Omega-3-Fettsäuren haben des Weiteren einen positiven Effekt auf den Blutdruck und halten die Blutgefäße elastisch, sodass diese für ein gesundes Herz-Kreislauf-System von Bedeutung sind.

Auch durch eine schonende Zubereitung der Lebensmittel und eine gute Hygiene zu Hause können bestimmte Schadstoffe vermindert werden. Durch schonende Garmethoden wie Dünsten oder Dämpfen können diese aber vermieden werden. Denn bei zu hohen Temperaturen entstehen Nitrosamine, die als kanzerogen eingestuft werden. Diese kommen nicht nur in Nahrungsmittel vor, sondern werden auch im Körper selbst aus Nitrit bzw. Nitrat gebildet. Vitamin CVitamin E und Polyphenole können dieser Umwandlung entgegenwirken. Ebenfalls ist ein gründliches Waschen von Obst und Gemüse sowie der Arbeitsmittel und Küche von großer Bedeutung. Ebenfalls ist eine sachgerechte Aufbewahrung der Lebensmittel wichtig; denn schon bei einer angemessenen Lagerung können Schadstoffe verringert werden.

Unterstütze die Umwelt:

Außerdem empfiehlt es sich keine bzw. wenig tierische Produkte zu sich zu nehmen, um die Aufnahme an Schwermetallen und anderen Schadstoffen zu senken. Das gleiche gilt für Milchprodukte und Eier, da diese auch belastet sein können. Denn auch die Antibiotika aus tierischen Produkten können die Gesundheit schädigen. In der Massentierhaltung werden die Tiere bei Krankheiten häufig mit Antibiotika behandelt, welche Rückstände im Fleisch hinterlassen können. Eigentlich sollen diese Wirkstoffe verhindern, dass sich Krankheitserreger weiter ausbreiten; verfüttern die Landwirte diese Substanzen allerdings regelmäßig, so verlieren sie ihre Wirkung und die Bakterien werden resistent. Dies ist vor allem für Menschen gefährlich, die ein geschwächtes Immunsystem haben. Der Verzicht auf tierische Lebensmittel kann dazu führen, dass der Treibhausgasausstoß und die Massentierhaltung zurückgehen. Aber auch schon ein verringerter Konsum tierischer Produkte trägt zu einer gesünderen Umwelt bei. Wer auf Fleisch und Milchprodukte nicht verzichten kann, hat die Möglichkeit Bio-Produkte zu kaufen, da diese aufgrund strengerer Richtlinien deutlich weniger oder gar keine Antibiotika enthalten und zudem auch besser für die Umwelt sind. Dies gilt für sämtliche Lebensmittel. Des Weiteren ist es wichtig auf regionale sowie saisonale Nahrungsmittel zurückzugrei­fen. Dadurch kommt es zu einer geringeren Schadstoffbelastung, da bei der Produktion von Bio-Lebensmitteln weniger Rückständen an Pflanzenschutzmitteln vorkommen.

Stress vermeiden:

Ernährung und Stress sind oft eng miteinander verbunden. Eine ungesunde Ernährungsweise erhöht das Stresslevel im Körper: Denn eine unausgewogene Ernährung mit vielen stark verarbeiteten Produkten, Zusatzstoffen, schlechten Zuckern und Fetten führt zu einer erhöhten Schadstoffaufnahme im Körper. Eine bewusste Ernährung mit allen essentiellen Mineralstoffen und Vitaminen sowie regelmäßiger Bewegung ist gerade in stressigen Situationen von Bedeutung.

Durch Stresssituationen kommt es im Körper häufig zur Ausschüttung von freien Radikalen, die im Körper zu oxidativem Stress führen und Gewebe sowie Zellen schädigen. Antioxidantien wie Vitamin C, Vitamin E und sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe (Polyphenole, Carotinoide) fangen diese Radikale ein und machen sie unschädlich. Deshalb empfiehlt es sich viel Gemüse sowie Obst und Nüsse zu verzehren. Außerdem hilft es, genügend Eisen, Folsäure und Vitamin B12 aufzunehmen, da ein Mangel dieser Nährstoffe zu einer Anämie (Blutarmut) führt und dadurch stressbedingte Symptome wie Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen und Müdigkeit verstärkt werden. Bei häufigem Stress sind besonders die B-Vitamine wichtig für den Organismus, da diese eine positive Wirkung auf unser Nervensystem und unseren Energiestoffwechsel haben. Magnesium und Kalium bewirken ebenfalls, dass unser Nervensystem normal funktionieren kann. Kalium reguliert zudem den Blutdruck.

Wichtig ist aber nicht nur auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten, sondern auch genügend Schlaf, gezielte Entspannungsübungen und körperliche Bewegung sollten berücksichtigt werden.

 

Quellen:

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  21.  http://www.meine-gesundheit.de/stress

https://ernaehrungsstudio.nestle.de/start/fitnessvitalitaet/entspannung/nervennahrung.htm

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