Vitamin D Kolorektalkrebs

Neue Studie zeigt: Vitamin D kann das Kolorektalkrebsrisiko reduzieren

Eine neue internationale Studie von Wissenschaftlern verschiedener Einrichtungen (u. a. die Oxford Universität in England) kam zu dem Ergebnis, dass hohe Konzentrationen an zirkulierendem Vitamin D im Blut mit einem verringertem Kolorektalkrebsrisiko assoziiert sind. Die Vitamin D-Konzentration für die Prävention von Kolorektalkrebs (Darmkrebs) könnte demnach höher sein als bisher in anderen Studien angenommen.

Was ist Kolorektalkrebs?

Kolorektale Karzinome sind Karzinome des Dickdarms (Kolon) und des Mastdarms (Rektum). Sie machen etwa 95 % der bösartigen Darmtumore aus. Das kolorektale Karzinom ist in Deutschland bei Männern nach Prostata- und Lungenkrebs die dritthäufigste Krebserkrankung, bei Frauen nach Brustkrebs sogar die Zweithäufigste. Bei kolorektalen Krebserkrankungen machen sich zu Anfang nur selten Symptome bemerkbar. Sie entstehen aus gutartigen Darmpolypen. Jährlich sterben in Deutschland etwa 30.000 Menschen an einem kolorektalen Karzinom.

Studie: Vitamin D mindert das Darmkrebsrisiko

Vitamin D spielt eine besondere Rolle im Knochenstoffwechsel, bei der Unterstützung des Immunsystems und bei der Regulation des Calcium-Phosphat-Stoffwechsels. Schon seit längerer Zeit gehen Wissenschaftler davon aus, dass Vitamin D auch das Kolorektalkrebsrisiko mindern kann, indem es verschiedene Vorgänge im Körper positiv beeinflusst. Allerdings zeigten bisher durchgeführte Studien negative bzw. keine Ergebnisse, ob höhere Konzentrationen von zirkulierendem 25-Hydroxyvitamin D mit einem geringeren Risiko für Kolorektalkrebs in Verbindung stehen. 25-Hydroxyvitamin D ist die Vorstufe des biologisch aktiven Vitamin D und wird genutzt, um den Vitamin D-Status im Blut zu bestimmen. Die teils geringe Probandenzahl in den Studien oder die kurze Einnahmedauer sowie unterschiedliche Messmethoden könnten dazu beigetragen haben, dass keine positive Wirkung gezeigt werden konnte.

Um diese Unstimmigkeiten näher zu erläutern, untersuchten die Wissenschaftler 17 durchgeführte Studien aus den USA, Europa sowie Asien. Dafür wurde die Konzentration von 25-Hydroxyvitamin D für 5.706 Darmkrebsfälle und 7.107 Kontrollen analysiert. Der Anteil an Männern sowie Frauen war nahezu ausgeglichen. Bei etwa einem Drittel der Teilnehmer wurde der Status neu bestimmt. Um die bereits existierenden 25-Hydroxyvitamin D-Werte im Blut vergleichen zu können, wurden die Vitamin D-Messungen kalibriert.

Ergebnisse der Studie

Eine unzureichende Vitamin D-Konzentration im Blut (unter 30 nmol/L) führte zu einem um 31 % erhöhten Risiko an einem kolorektalen Karzinom während der Nachuntersuchung (durchschnittlich 5,5 Jahre) zu erkranken als Probanden mit einer Blutkonzentration von 50-62,6 nmol/L. Es ist bekannt, dass eine Konzentration von 50-62,6 nmol/L die Knochengesundheit erhält. Konzentrationen von 87,5-100 nmol/L führten zu einem um 27 % verringerten Darmkrebsrisiko. Werte über 100 nmol/L ergaben keine zusätzlichen, positiven Ergebnisse. Bei Konzentrationen oberhalb der Knochengesundheitsgrenze war die positive Wirkung bei Frauen deutlich stärker ausgeprägt als bei Männern. Dies könnte daran liegen, dass Östrogen die Vitamin D-Aktivität positiv beeinflusst.

Fazit

Ein hoher Vitamin D-Status führt zu einem verminderten Kolorektalkrebsrisiko. Frauen waren hiervon stärker betroffen als Männer. Laut der Studie liegt die optimale Vitamin D-Konzentration im Blut bei 75-100nmol/L, um das Darmkrebsrisiko zu mindern. Trotzdem sind auch hier weitere Studien nötig.

 

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Quellen:

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