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Nahrungsergänzungsmittel für Schwangere – Teil 2

Im zweiten Teil unserer „Nahrungsergänzungsmittel für Schwangere“-Reihe befassen wir uns heute mit weiteren Mineralien, Vitaminen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen, die in einigen Präparaten zum Einsatz kommen.
Nach dem wir in der letzten Woche u.a. schon Folsäure, Jod, Vitamin A und Omega-3-Fettsäuren besprochen haben, geht es heute darum, welchen Sinn bzw. Unsinn z.B. eine zusätzliche Zufuhr von Chrom, B-Vitaminen, Magnesium sowie Calcium in der Schwangerschaft und der Stillzeit haben.

Hier geht’s zu Teil 1

 

Calcium:

Für die optimale Entwicklung von Knochen, Gehirn und Zähnen benötigt ihr ungeborenes Kind ausreichend Calcium. Über die gesamte Schwangerschaft gerechnet, muss die Mutter ca. 30 g zusätzliches Calcium bereitstellen, gleichzeitig ist jedoch auch die Absorptionsrate aus der Nahrung erhöht. Wer selten zu Milchprodukten greift, sollte extra Calcium zuführen, der Rest benötigt es nicht.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt keine zusätzliche Zufuhr während der Schwangerschaft. Fazit: bedingt empfehlenswert

 

B-Vitamine:

Vitamin B2:

Vitamin B2 hat aufgrund seiner Beteiligung an der Bildung von Antikörpern sowie der Blutbildung einen erheblichen Anteil an der Entstehung bzw. Stärkung des Immunsystems. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Schwangeren und Stillenden eine erhöhte Zufuhr an Vitamin B2, die oftmals aber über die normale Ernährung gedeckt wird.
Fazit: bedingt empfehlenswert

Vitamin B6:

Studien zeigen, dass eine Vitamin B6-Unterversorgung während der Schwangerschaft die Gefahr eines Schwangerschaftsdiabetes sowie von Krampfanfällen erhöht. Weiterhin eignet es sich als Mittel gegen Schwangerschaftsübelkeit. Der Bedarf während Schwangerschaft und Stillzeit ist deutlich erhöht, eine Unterversorgung aber selten. Fazit: bedingt empfehlenswert

Vitamin B12:

Vitamin B12 wird zur Bildung der roten Blutkörperchen und der Zellen im Allgemeinen benötigt. Der Bedarf an Vitamin B12 ist während Schwangerschaft und Stillzeit deutlich erhöht. Erschwerend kommt hinzu, dass einige Vitamin B12-haltige Lebensmittel während der Schwangerschaft vom Speiseplan gestrichen werden müssen.
V.a. Vegetarier sollten zusätzliches B12 zuführen.

Fazit: Empfehlenswert

 

Chrom:

Fast 5% aller Schwangeren entwickeln im Laufe ihrer Schwangerschaft einen Diabetes.
Die Ursache hierfür liegt in der Ausschüttung von Schwangerschaftshormonen, die zu einer verstärkten Insulinresistenz führen. Dieser Mechanismus ist dem des Diabetes Typ 2 sehr ähnlich. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Chrom bei Diabetes Typ 2 die Insulinsensitivität der Zellen erhöhen und einem Diabetes entgegenwirken kann.
Fazit: einen Versuch wert.

 

Mangan:

Oft verwendet, aber in der Schwangerschaft nach aktuellem Wissensstand ohne zusätzlichen Nutzen. Da diesen Spurenelement bisher ohnehin nicht ausreichend erforscht wurde, gilt: Finger weg.

 

Magnesium:

Aufgrund der während der Schwangerschaft wachsenden Plazenta sowie des Knochenwachstums des Kindes haben Schwangere einen erhöhten Bedarf an Magnesium. Weiterhin führen die hormonellen Änderungen während der Schwangerschaft zu einer verstärkten Ausscheidung über den Urin. Mangelerscheinungen können in Form von Müdigkeit, Schwangerschaftsübelkeit, vorzeitigen Wehen sowie Bluthochdruck auftreten. Empfohlen wird die Magnesiumzufuhr in der Schwangerschafts- und Stillzeit zu erhöhen, wobei dies im Normalfall über die normale Ernährung gedeckt wird. Fazit: in geringer Dosierung (max. 150 mg) empfehlenswert.

 

 

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