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Migräne: Kann ein Vitaminmangel eine Ursache sein?

Viele kennen es: Ein Hämmern im Kopf, der Schädel brummt. Fast 8 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Migräne. Die meisten greifen zu Schmerztabletten. Das ist aber nicht die einzige und schon gar nicht die beste Lösung. 

Inhaltsverzeichnis:

  1. Was ist eigentlich eine Migräne?
  2. Was ist der Unterschied zwischen Migräne und Kopfschmerzen?
  3. Was sind die Ursachen einer Migräne?
  4. Vorbeugen einer Migräne
  5. Vitaminmangel: Ursache für Migräne?
  6. Vitamin B2, B6, B12, Niacin und Magnesium unterstützen den Energiestoffwechsel
  7. Vitamin-Defizite begünstigen Migräne

 

Was ist eigentlich eine Migräne?

Typischerweise zeigt sich eine Migräne durch periodisch wiederkehrende, pulsierende und meist halbseitige Kopfschmerzen, die von Symptomen wie Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, Erbrechen, Übelkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit begleitet sein kann. Bei körperlicher Anstrengung verstärkt sich der Schmerz. In der Regel dauert eine Migräneattacke zwischen 4 und 72 Stunden. Die Anfälle treten in unterschiedlichen zeitlichen Abständen auf und unterscheiden sich häufig in der Intensität.

Teilweise kann ein Migräneanfall auch mit einer Aura einhergehen (etwa 20 % der Migräne-patienten). Diese äußert sich vor allem durch optische, sensible sowie sprachliche Störungen und dauert in der Regel bis zu 60 Minuten an. Dabei wird die Migräne-Aura von folgenden Symptomen begleitet: In erster Linie treten Sehstörungen wie Flimmern sowie Lichtblitze auf, aber auch Sprachstörungen und Wahrnehmungsstörungen wie Kribbel- oder Taubheitsgefühl in den Armen, Händen oder Wangen sind möglich.

Was ist der Unterschied zwischen Migräne und Kopfschmerzen?

Während sich das Migräneleiden – wie bereits erwähnt – durch pochend-pulsierende, meist einseitige Schmerzen äußert, haben Personen mit Kopfschmerzen ein dumpfes und drückendes Gefühl im Kopf. Außerdem machen sich Kopfschmerzen meist über den gesamten Kopf bemerkbar. Im Unterschied zu einer Migräne treten bei Kopfschmerzen in der Regel keine Begleiterscheinungen auf.

Was sind die Ursachen einer Migräne?

Es ist noch nicht vollständig geklärt, was die Ursachen einer Migräne mit oder ohne Aura sind. Wahrscheinlich treten mehrere Faktoren gleichzeitig auf. Auslöser können unter anderem Stress, Schlafmangel, Hormonveränderungen z. B. während des Zyklus oder durch Einnahme von Hormonpräparaten (bspw. Pille), Wetterveränderungen sowie Vitaminmangel sein. Auch Entzündungen oder ein gestörtes Immunsystem können die Ursache für eine Migräne sein.

Vorbeugen einer Migräne

  • Regelmäßiger Schlaf- und Wachrhythmus
  • Regelmäßige Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr
  • Entspannungsmethoden wie Yoga und autogenes Training
  • Regelmäßige sportliche Betätigung, insbesondere Ausdauersport
  • Ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen (insbesondere Magnesium, Vitamin B2 und Coenzym Q10)
  • Spaziergänge an der frischen Luft

Vitaminmangel: Ursache für Migräne?

Diverse Studien zeigen, dass Migräne-Patienten oft ein Defizit an wichtigen Botenstoffen haben, die für einen funktionierenden Energiestoffwechsel von Bedeutung sind. So haben Migränepatienten häufig erniedrigte Spiegel im Blut an Magnesium, Vitamin B2 (Riboflavin), Vitamin D und Coenzym Q10. Aber auch ein Mangel anderer Vitamine wie Vitamin B6, Folsäure und Vitamin B12 kann auftreten.

 

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Vitamin B2, B6, B12, Niacin und Magnesium unterstützen den Energiestoffwechsel

Vitamin B2, B6, B12, Niacin, Coenzym Q10 und Magnesium haben eine wichtige Funktion bei der Energiebereitstellung und unterstützen so z. B. den Energiestoffwechsel im Gehirn. Da bei Migräne wahrscheinlich der Energiestoffwechsel der Mitochondrien verändert ist, führt eine ausreichende Versorgung der Mikronährstoffe zu einem verbesserten Wohlbefinden. Eine Studie von Boehnke et al. (2004) zeigt zudem, dass sich eine Vitamin B2-Supplementation positiv auf Kopfschmerzen auswirken kann und es somit eine gute Migräneprophylaxe darstellen könnte. Vitamin B2, Magnesium und Coenzym Q10 sind daher auch in den Leitlinien der DMKG (Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft) für präventive Therapie der Migräne genannt.

Magnesium trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei und fördert zudem die Serotoninausschüttung. Serotonin, das sogenannte Glückshormon, leitet u. a. Nervensignale weiter, steuert die Ausdehnung sowie Verengung der Blutgefäße und löst Schmerzsignale aus. Serotonin wird daher auch häufig mit Migräne in Zusammenhang gebracht. Da die Serotonin-Konzentration im Blut mit dem weiblichen Zyklus schwankt, treten womöglich Migräneattacken während des Zyklus gehäuft auf.

Vitamin-Defizite begünstigen Migräne

Wissenschaftler fanden heraus, dass hohe Homocystein-Werte im Körper eine Migräne begünstigen können. Dazu untersuchte eine australische Studie den Effekt der Homocystein-senkenden Therapie auf die Migränehäufigkeit. Um die Homocystein-Konzentrationen im Körper zu senken, wurden den Probanden Vitamin B6, Vitamin B12 und Folsäure über sechs Monate verabreicht. Die Vitamin-Supplementation verminderte das Auftreten sowie den Schweregrad einer Migräne, wohingegen in der Kontrollgruppe ohne Supplemente keine Besserung eintrat.

Des Weiteren untersuchteniranische Forscher die Wirkung von Vitamin D auf Migräne. Es stellte sich heraus, dass die Probanden mit Migräne deutlich niedrigere Vitamin D-Spiegel im Blut hatten als die Kontrollgruppe ohne Migräneattacken. So hatte jeder zweite Proband mit Migräne zu geringe Vitamin D-Spiegel. In der Kontrollgruppe war es lediglich jede 4. Person.

 

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Hinweis
: Bevor zu Schmerzmitteln gegriffen wird, sollte der Vitamin-, Mineralstoff- (wie Magnesium, B-Vitamine, Vitamin D) und Homocystein-Status im Blut bei häufigen Migräne-Attacken untersucht und die entsprechenden Mikronährstoffe supplementiert werden.

Quellen:

  • https://autoimmunportal.de/neue-studienergebnisse-zusammenhang-von-migraene-und-vitamin-d-entdeckt/
  • http://www.dmkg.de/files/dmkg.de/Empfehlungen/030057_LL_Migräne_2018.pdf
  • Boehnke C. et al. (2004) High-dose riboflavin treatment is efficacious in migraine prophylaxis: an open study in a tertiary care centre. Eur J Neurol 11(7): 475-7.
  • Gaul C. et al. (2015) Improvement of migraine symptoms with a proprietary supplement containing riboflavin, magnesium and Q10: a randomized, placebo-controlled, double-blind, multicenter trial. J Headache Pain 16: 516.
  • Namazi N. et al. (2015) Supplementation with Riboflavin (Vitamin B2) for Migraine Prophylaxis in Adults and Children: A Review. Int J Vitam Nutr Res 85(1-2): 79-87.
  • Trauninger A. et al. (2002) Oral Magnesium Load Test in Patients With Migraine. The Journal of Head and Face Pain 42(2): 114-119.

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