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HPMC – Alles, was du wissen musst

Wenn du dich mit unseren Produkten auseinandersetzt, wirst du früher oder später bestimmt auf das Wort Hydroxypropylmethylcellulose, abgekürzt HPMC, stoßen. Doch was bedeutet HPMC?

Inhaltsverzeichnis:

  1. Was ist HPMC?
  2. Einsatz von HPMC
  3. Wofür wird HPMC außerdem verwendet?
  4. HPMC-Kapseln für Nahrungsergänzungsmittel
  5. HPMC-Kapseln vs. Gelatine-Kapseln
  6. Ist HPMC vegan?
  7. Warum Kapselprodukte einnehmen?
  8. Wie gefährlich ist HPMC?
  9. Sind HPMC-Kapseln magensaftresistent?

Was ist HPMC?

Hydroxypropylmethylcellulose (HPMC) ist ein Cellulosederivat, welches aus natürlicher Cellulose hergestellt wird. Bei der Herstellung wird die Struktur so verändert, dass sich die Eigenschaften der Cellulose ändern, unter anderem die Löslichkeit. In Wasser ist Cellulose von Natur aus unlöslich. Im Gegensatz zu HPMC. HPMC ist in der Lage Flüssigkeiten zu binden und bei höheren Temperaturen Gele zu bilden. Diese Eigenschaft macht es insbesondere für die Lebensmittelindustrie interessant. Aufgrund seiner vielfältigen Eigenschaften kann es in Nahrungsmitteln als Emulgator, Stabilisator, Füllstoff sowie als Gelier- und Verdickungsmittel eingesetzt werden.

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Hinweis: Cellulose ist eigentlich eine unverdauliche Pflanzenfaser und Hauptbestandteil pflanzlicher Zellwände, die aus Ketten von mehreren hundert bis zehntausend Glucosemolekülen besteht. Allerdings ist die enthaltene Glucose für den Menschen nicht verwertbar und somit unverdaulich.

Einsatz von HPMC

In der EU ist HPMC als Lebensmittelzusatzstoff unter der Nummer E 464 bekannt und für alle Lebensmittel zugelassen. HPMC findet so beispielsweise Anwendung bei der Herstellung von Desserts, Speiseeis, Backwaren, Keksen, verschiedenen Saucen, Ketchup, Mayonnaise und Fischerzeugnissen. Auch in Light-Produkten wird HPMC häufig genutzt, um diesen die Cremigkeit zu geben, die sonst aus dem Fettanteil käme. Ein weiterer Vorteil in diesem Zusammenhang: Der Brennwert des Lebensmittels wird nicht erhöht.

Wofür wird HPMC außerdem verwendet?

Neben dem vielfältigen Einsatz in der Lebensmittelindustrie findet HPMC auch in vielen anderen Bereichen Anwendung. So z. B. in der Baustoffindustrie zur Regulierung der Fließeigenschaften, bei der Herstellung von Kosmetika wie Zahnpasta, Shampoo, Seife, Creme sowie Lotion und in der Pharmaindustrie als Bestandteil von Medikamenten.

HPMC-Kapseln für Nahrungsergänzungsmittel

Bei Nahrungsergänzungsmitteln spielt HPMC mittlerweile eine wichtige Rolle. HPMC wird zu pflanzlichen Kapselhüllen verarbeitet und auch Tabletten können mit diesem Stoff überzogen sein. HPMC wird seit 1998 für vegetarische bzw. vegane Nahrungsergänzungsmittel verwendet und findet auf der ganzen Welt Anwendung. Auch alle unsere Kapselprodukte bestehen aus HPMC.

HPMC-Kapseln vs. Gelatine-Kapseln

Lange Zeit war das einzige Material für die Herstellung von Kapselhüllen Gelatine. Gelatine wird aus der Haut und den Knochen verschiedener Tierarten, insbesondere Schweinen und Rindern, gewonnen. Aufgrund strenger Vorschriften für die Verwendung von Gelatine durch auftretende Krankheiten wie TSE (Transmissible Spongiforme Enzephalopathie), wozu u. a. BSE (Bovine Spongiforme Enzephalopathie) zählt, wurde die Suche nach einem Ersatz für Gelatine gefördert.

Seit 1998 gibt es auch pflanzliche Kapseln auf dem Markt. Mit HPMC steht den Verbrauchern ein völlig unbedenkliches, pflanzliches Produkt zur Verfügung, sodass auch Veganer oder Vegetarier und Menschen, die aufgrund ihrer Religion auf Gelatine verzichten,eine Alternative zu Gelatine-Kapseln haben.

HPMC-Kapseln halten hohen Temperaturen sowie hoher Luftfeuchtigkeit stand und besitzen einen geringen Eigenfeuchtigkeitsgehalt. Dadurch sind die Kapselhüllen zur Aufbewahrung von feuchtigkeitsempfindlichen Zutaten geeignet. Sie schützen somit ihren Inhalt vor allen Arten von Schwankungen wie beispielsweise Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit. HPMC-Kapseln sind somit in allen Klimazonen gut lagerbar. Im Gegensatz dazu besitzen Gelatine-Kapselhüllen einen geringeren Wassergehalt. Bei einer niedrigen Luftfeuchtigkeit werden diese daher schnell spröde.

Trotz der vielen Vorteile der HPMC-Kapseln sind in der pharmazeutischen Industrie Gelatine-Kapseln noch die am häufigsten verwendete Art von Kapseln. Ein Grund dafür ist vermutlich der günstigere Preis.

Ist HPMC vegan?

Da HPMC ein Abkömmling der natürlichen Cellulose ist, ist HPMC vegan. Somit können Menschen, die sich vegan oder vegetarisch ernähren oder aufgrund ihrer Religion auf Gelatine verzichten, bedenkenlos zu HPMC-Kapseln greifen.

Warum Kapselprodukte einnehmen?

Der Vorteil von Kapselprodukten liegt wahrscheinlich auf der Hand: Pflanzenextrakte, Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren oder andere Mikronährstoffe können bedarfsgerecht portioniert werden. Die Tagesportion eines bestimmten Produktes kann so unter Angabe der Kapseln pro Tag ganz einfach erreicht werden, ohne lästiges Abwiegen. Zudem sind die Inhaltsstoffe lichtgeschützt verpackt und anders als Pulver- oder Tablettenprodukte nahezu geschmacksneutral.

Wie gefährlich ist HPMC?

HPMC gilt als unbedenklich für den menschlichen Verzehr. Da HPMC vom Körper wie ein wasserlöslicher Ballaststoff unverdaut ausgeschieden wird, kann er ohne Bedenken und ohne Einschränkung zu sich genommen werden. Normalerweise gibt es für die Verträglichkeit von Lebensmittelzusatzstoffen einen sogenannten ADI-Wert (acceptable daily intake). Dieser Wert gibt die Tagesdosis an, die bei lebenslanger täglicher Einnahme als medizinisch unbedenklich betrachtet wird. Der ADI-Wert wird durch das Bundesinstitut für Risikobewertung sowie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) festgelegt. Für HPMC gibt es keine Beschränkung der Höchstmenge, also auch keinen ADI-Wert.

Lediglich bei der Einnahme sehr hoher Mengen kann eine abführende Wirkung eintreffen.

Sind HPMC-Kapseln magensaftresistent?

HPMC-Kapseln sind nicht magensaftresistent, das bedeutet, sie lösen sich bereits im Magen auf und geben so die Inhaltsstoffe frei.

Magensaftresistente Kapseln können zwar ebenfalls aus HPMC bestehen, sie sind aber zusätzlich noch mit synthetischen Stoffen überzogen, die der Magensäure standhalten. Die Idee hinter solchen Kapseln ist, dass sie sich im Dünn- bzw. Dickdarm auflösen und dort erst die Inhaltsstoffe freigeben. Dies ist dann sinnvoll, wenn bspw. das saure Milieu des Magens die Wirkstoffe zerstören würde. Die Einnahme solcher Kapseln sollte aber immer mit dem behandelnden Arzt bzw. der Ärztin abgesprochen werden, da die Anwendung genau beachtet werden muss.

Quellen:

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