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Heilpflanze Mariendistel: Ideal für Leber und Galle

Schon in der Antike war die Mariendistel für ihre Wirkung auf die Leber und den Magen-Darm-Trakt bekannt. Auch heute noch zählt sie zu den beliebtesten Heilpflanzen in Europa.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Was ist Mariendistel überhaupt?
  2. Was sind die Wirkstoffe der Mariendistel?
  3. Wirkung von Mariendistel: Für was ist Mariendistel gut?
  4. Lebergesundheit: Wie kannst du die Leber zusätzlich unterstützen?
  5. Wie solltest du Mariendistel einnehmen?
  6. Was musst du bei der Einnahme von Mariendistel beachten?

Was ist Mariendistel überhaupt?

Die Mariendistel (lateinisch: Silybum marianum) ist eine Pflanze aus der Gruppe der Korbblütler, die vor allem im Mittelmeerraum beheimatet ist. Sie ist auch unter den Namen Donnerdistel, Fieberdistel oder Frauendistel bekannt. Die hauptsächlich in den Samen der lila blühenden Distel enthaltenen Wirkstoffe sollen insbesondere der Leber zugutekommen.

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Was sind die Wirkstoffe der Mariendistel?

Hauptwirkstoff der Mariendistel ist der Flavonoidkomplex Silymarin. Flavonoide zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen, die Antioxidantien sind und darüber hinaus verschiedene andere wichtige Eigenschaften haben. Zu Silymarin zählen unter anderem die vier wichtigsten Flavonolignan-Isomere Silibinin, Isosilibinin, Silychristin und Silydianin sowie weitere Flavonoide und Polyphenole. Das biologisch aktivste Flavonoid ist Silibinin (auch Silybin genannt). Ungefähr die Hälfte des Silymarin-Komplexes besteht aus Silibinin.

Wirkung von Mariendistel: Für was ist Mariendistel gut?

Mariendistel ist ein wirklicher Allrounder. Die Heilpflanze zeigt positive Wirkungen bei Pilzvergiftungen, Diabetes, diversen Krebserkrankungen, Verdauungs- sowie Hautproblemen. Besonders gut erforscht ist aber die Wirkung von Mariendistel auf die Leber und die Galle.

Mariendistel: Wirkung auf die Leber

Diverse Studien zeigen eine positive Wirkung von Mariendistel auf verschiedene Lebererkrankungen. Daher findet der in der Mariendistel enthaltene Wirkkomplex Silymarin bereits Anwendung. Zu den Anwendungsbereichen zählen u. a. Hepatitis C, nichtalkoholische Fettleber, Leberzirrhose sowie Lebererkrankungen durch Alkohol, Drogen oder Toxine. Lebererkrankungen haben in den letzten Jahren enorm zugenommen, insbesondere die nichtalkoholische Fettleber, die mittlerweile weltweit die häufigste Lebererkrankung darstellt. Die Fettlebererkrankung wird durch die Ansammlung von überschüssigem Fett in der Leber verursacht, was bei vielen Menschen zu einer schweren Lebererkrankung führen kann. Sie geht oft mit Übergewicht/Adipositas, Typ-2-Diabetes, Fehlernährung und Bluthochdruck einher.

Silymarin schützt die Leber

Die leberschützenden Effekte von Silymarin sind unter anderem auf seine antioxidativen, regenerativen, choleretischen und entzündungshemmenden Eigenschaften zurückzuführen. So hemmt Silymarin beispielsweise die Aktivität des Transkriptionsfaktors NF-κB, der für Entzündungsabläufe, Zellwachstum und Apoptose von Bedeutung ist. Zudem hat Silymarin antioxidative Fähigkeiten und mindert somit oxidativen Stress, da es freie Radikale unschädlich macht.

Studien zeigen, dass Silymarin eine Wirkung auf die Leberzellmembran hat, indem es diese stabilisiert und so vor äußeren Schäden schützt. Gleichzeitig führt dies zu einer schnelleren Regeneration der Leber und der Neubildung von Leberzellen. Silymarin kann die Leber zudem in ihrer Entgiftungsfunktion unterstützen.

In einer Studie von Anushiravani et al. kam es bereits nach dreimonatiger Behandlung mit Silymarin bei Patienten mit nichtalkoholischer Fettleber zu deutlichen Verbesserungen der Leberwerte, ohne Nebenwirkungen. Auch eine Silymarin-Gabe bei Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Infektion führte zu einer Verminderung der Symptome und somit zu einer verbesserten Lebensqualität.

Eine Studie von Ferenci et al. zeigt die Wirkung von Silymarin auf Patienten mit Leberzirrhose. Etwa die Hälfte der Probanden mit Zirrhose wurde für etwa 24 Monate mit Silymarin behandelt, die andere Hälfte erhielt ein Placebo. Die Beobachtungszeit lag bei etwa 4 Jahren. In der Placebo-Gruppe gab es in diesem Zeitraum fast doppelt so viele leberbedingte Todesfälle. Die 4-Jahres-Überlebensrate war somit bei der Silymarin-Gruppe signifikant höher. Die Studie zeigt zudem, dass Silymarin auch in fortgeschritteneren Stadien einer Lebererkrankung helfen kann. Dennoch sollte die Behandlung so früh wie möglich beginnen, da dann das Regenerationspotential der Leber noch hoch ist.

Mariendistel: Wirkung auf die Galle

Da Leber und Galle eng miteinander verbunden sind, zeigen sich auch positive Wirkungen der Mariendistel auf die Gallen-Gesundheit. Die Gallenblase liegt direkt unterhalb der Leber in einer Einbuchtung. Beide Organe sind über einen Gallengang miteinander verbunden. Durch diesen gelangt die in der Leber produzierte Galle in die Gallenblase, welche diese speichert.

Studien zeigen, dass die Mariendistel zum einen die Gallenbildung in der Leber fördert und zum anderen dazu führt, dass die Gallenblasenentleerung angeregt wird. Dies hat wiederum positive Auswirkungen auf die Fettverdauung und somit auch auf den Magen-Darm-Trakt. Aufgrund der antioxidativen Fähigkeit der Distel findet diese ebenfalls bei Gallenblasenentzündungen Anwendung. Die gallenflussfördernde Wirkung kann beispielsweise durch die zusätzliche Einnahme von Kurkuma verstärkt werden.

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Lebergesundheit: Wie kannst du die Leber zusätzlich unterstützen?

Die Heilung einer geschädigten Leber benötigt Zeit. Dies kannst du nicht nur durch die Einnahme eines Mariendistel-Präparates unterstützen, sondern auch folgende leberschützende Maßnahmen ergreifen:

  • Fertigprodukte, gezuckerte Getränke und Süßigkeiten meiden
  • tierische Produkte meiden – nur pflanzliche Öle und Eiweißquellen (Nüsse, Hülsenfrüchte, Vollkorn)
  • viel Gemüse und Obst (am besten mit wenig Fructose wie z. B. Beeren) 
  • komplexe Kohlenhydrate wie Vollkornprodukte
  • ausreichend trinken (kalorienfreie Getränke wie Wasser oder ungesüßter Tee)
  • nur drei Mahlzeiten am Tag oder auch Intervallfasten
  • keinen Alkohol trinken und nicht rauchen
  • Medikamente nur einnehmen, wenn wirklich benötigt
  • Sportliche Aktivität und viel Bewegung in der Freizeit

Sprich aber bei ernsthaften Leber-Beschwerden bzw. -Erkrankungen bitte mit deinem behandelnden Arzt bzw. deiner behandelnden Ärztin.

Wie solltest du Mariendistel einnehmen?

Mariendistel gibt es in diversen Formen, von Tee bis hin zu hochdosierten Extrakten. Bei der Einnahme von Tee-Produkten gelangt allerdings nur eine geringe Menge des Silymarins in den Tee, sodass dieser zwar Verdauungsbeschwerden lindern kann, aber keine Auswirkungen auf die Leber-Gesundheit hat.

Daher empfiehlt es sich Mariendistel über hochdosierte Extrakte in Kapselform aufzunehmen, da die Konzentration an Silymarin hier am höchsten ist. Besonders wirksam ist zudem eine zusätzliche Einnahme von Löwenzahn und Artischocke, da sich diese Heilpflanzen gegenseitig in ihren Wirkungen verstärken. Daher sind Löwenzahn und Artischocke auch Bestandteil unseres Kombi-Präparates. 

Wie viel Mariendistel täglich?

Zur Vorbeugung von Krankheiten sollten täglich 200 mg Silymarin eingenommen werden. Dies erreichst du mit unseren Mariendistel-Kapseln mit nur einer Kapsel pro Tag. Empfehlenswert ist die Einnahme von Mariendistel über einen längeren Zeitraum, da sich die Wirkung – je nach Anwendungsgrund – erst ab 2-3 Wochen einstellt.

Was musst du bei der Einnahme von Mariendistel beachten?

Mariendistel-Produkte können in Einzelfällen und in hohen Dosierungen eine leicht abführende Wirkung haben. Sehr selten können Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschläge auftreten. Wenn du auf andere Korbblütler-Gewächse wie Arnika und Kamille allergisch reagierst, solltest du auf eine Einnahme von Mariendistel verzichten.

Da Mariendistel einen Einfluss auf die Leber hat, können Medikamente schneller abgebaut werden. Daher sollte bei einer Medikamenten-Einnahme nochmal Rücksprache mit dem*r behandelnden Arzt*Ärztin oder Apotheker*in gehalten werden.

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Quellen

  • Anushiravani A. et al. (2019) Treatment options for nonalcoholic fatty liver disease: a double-blinded randomized placebo-controlled trial. Eur J Gastroenterol Hepatol 31(5):613-617.
  • Federico A. et al. (2017) Silymarin/Silybin and Chronic Liver Disease: A Marriage of Many Years. Molecules 22,191.
  • Ferenci P. et al. (1989) Randomized controlled trial of silymarin treatment in patients with cirrhosis of the liver. J Hepatol. 9(1):105–113.
  • Gillessen A. und Schmidt H. (2020) Silymarin as Supportive Treatment in Liver Diseases: A Narrative Review. Adv Ther 37(4):1279-1301.
  • Hackett E. S. et al. (2012) Milk Thistle and Its Derivative Compounds: A Review of Opportunities for Treatment of Liver Disease. J Vet Intern Med 27:10-16.
  • Kazazis C. E. et al. (2014) The therapeutic potential of milk thistle in diabetes. Rev Diabet Stud 11(2):167-74.
  • Tighe S. P. et al. (2020) Chronic Liver Disease and Silymarin: A Biochemical and Clinical Review. J Clin Transl Hepatol 8(4):454-458.

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