Mikronährstoffe

Zu den Mikronährstoffen zählen Vitamine, Mineralstoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe. Der Körper kann diese nicht selbst herstellen, weshalb sie in ausreichender Menge über die Nahrung zugeführt werden müssen.

Mikronährstoffe übernehmen zahlreiche Funktionen im menschlichen Organismus.
So sind sie beispielsweise Bestandteil zahlreicher Stoffwechselreaktionen, am Aufbau körpereigener Verbindungen beteiligt sowie als Elektrolyt, Antioxidans oder Bestandteil von Hormonen aktiv. Im Gegensatz zu den Makronährstoffen liefern sie jedoch keine Energie und sind nur in geringen Mengen in der Nahrung enthalten (griechisch mikrós = klein).

Mineralstoffe

Als Mineralstoffe bezeichnet man Nahrungsbestandteile, die als geladene Teilchen oder in Form von anorganischen Verbindungen vorliegen. Der Körper kann diese nicht selbst herstellen, weshalb eine Zufuhr über die Nahrung notwendig ist. Die Mineralstoffe werden in zwei Gruppen eingeteilt: Mengenelemente und Spurenelemente.

Zu den Mengenelementen zählen Natrium, Chlorid, Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium und Schwefel.
Die notwendige Zufuhr liegt hier bei über 50 mg pro Tag und die Konzentration im Körper ist höher als 50 mg pro kg Körpergewebe.

Im Gegensatz dazu beträgt der Bedarf an Spurenelementen weniger als 50 mg pro Tag und der Körpergehalt liegt unter 50 mg pro kg Körpergewebe. Eine Ausnahme bildet Eisen, welches in höheren Konzentrationen im Körper vorhanden ist. Als Spurenelemente gelten Eisen, Jod, Fluorid, Zink, Selen, Kupfer, Mangan, Chrom und Molybdän.

Des Weiteren gibt es noch eine Reihe von Elementen, die vermutlich ebenfalls eine Rolle im menschlichen Organismus spielen, deren genaue Funktion jedoch noch nicht bekannt ist. Dies trifft beispielsweise auf die Elemente Kobalt, Nickel und Silicium zu.

Mengenelemente:

Spurenelemente:

Sekundäre Pflanzenstoffe

Unter dem Begriff sekundäre Pflanzenstoffe wird eine Reihe von Verbindungen zusammengefasst, die von Pflanzen gebildet werden und beispielsweise als Farb- oder Geschmacksstoffe u.a. der Abwehr von Fressfeinden dienen.

Häufig werden sie auch als anti-nutritive oder nichtnutritive Nährstoffe bezeichnet, da sie sowohl für die Pflanze als auch für den Menschen nicht lebensnotwendig sind.

Die sekundären Pflanzenstoffe kann man aufgrund der chemischen Struktur und funktionellen Eigenschaft in verschiedene Gruppen unterteilen. Zu den bekanntesten Vertretern zählen Carotinoide, Polyphenole, Phytosterine und Glucosinolate. Die Wirkmechanismen der sekundären Pflanzenstoffe sind sehr vielfältig und teilweise noch nicht ausreichend aufgeklärt. Neben einer antioxidativen, entzündungshemmenden und antikanzerogenen Wirkung wird einigen beispielsweise auch eine Blutdruck und Cholesterin senkende Eigenschaft (Phytosterinen) zugeschrieben.

Studien deuten darauf hin, dass ein hoher und regelmäßiger Verzehr von Obst und Gemüse das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs vermindern kann. Dieser positive Effekt auf die Gesundheit wird v.a. den sekundären Pflanzenstoffen zugeschrieben.

Vitamine

Der Biochemiker Kasimir Funk entdeckte 1912, dass die Krankheit Beri-Beri durch die stickstoffhaltige Substanz Thiamin (Vitamin B1) verhindert werden kann. Er prägte deshalb den Begriff „Vitamin“, der sich aus vita (= Leben) und amin (= stickstoffhaltige Verbindung) zusammensetzt. Heute weiß man, dass nicht alle der 13 Vitamine Stickstoff enthalten. Der Begriff „Vitamin“ wurde dennoch beibehalten.

Vitamine sind Verbindungen, die lebensnotwendig sind, vom Körper aber nicht selbst oder in nicht ausreichender Menge gebildet werden können. Daher müssen sie mit der Nahrung zugeführt werden. Bei den meisten Vitaminen handelt es sich nicht um eine bestimmte Substanz, sondern um eine Gruppe von Substanzen, mit verschiedenen Wirkformen. Im Körper sind Vitamine an Stoffwechselvorgängen oder beim Aufbau wichtiger Substanzen beteiligt.
Es werden zwei Gruppen von Vitaminen unterschieden: Die fettlöslichen (Vitamin A, D, E, K) und die wasserlöslichen Vitamine (Gruppe der B-Vitamine und Vitamin C).

Bei einer ungenügenden Zufuhr von Vitaminen zeigen sich typische Mangelerscheinungen. Dabei kann neben einer unzureichenden Zufuhr mit der Nahrung auch eine gestörte Aufnahme aus dem Darm oder ein erhöhter Bedarf bzw. Verlust Grund für eine mangelhafte Versorgung sein.

B-Vitamine/B-Komplex

Die Gruppe der B-Vitamine zählt zu den wasserlöslichen Vitaminen. Zu der Gruppe gehören die Vitamine Thiamin (Vitamin B1), Riboflavin (Vitamin B2), Niacin, Pantothensäure, Pyridoxin (Vitamin B6), Biotin, Folsäure sowie Cobalamin (Vitamin B12 ). Als Bestandteile von Coenzymen sind sie an zahlreichen Stoffwechselprozessen im Körper beteiligt.
Häufig wird der Begriff Vitamin-B-Komplex jedoch nur für die drei Vitamine Folsäure, B6 und B12 verwendet, da sie eine besondere Rolle im Homocysteinstoffwechsel spielen. Homocystein ist ein Zwischenprodukt im menschlichen Stoffwechsel, das bei hohen Konzentrationen die Blutgefäße schädigt und somit ein Risikofaktor für Arteriosklerose darstellt.

Fettlösliche Vitamine:


Wasserlösliche Vitamine: