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Besser schlafen mit Glutamin?

Im Sportbereich gilt L-Glutamin als eines der beliebtesten Supplements. Auch bei Darmproblemen wie dem Leaky-Gut-Syndrom wird gerne auf die Aminosäure zurückgegriffen. Aber wusstest du, dass Glutamin auch bei Schlafproblemen hilft? Wie L-Glutamin die Nachtruhe fördert, erfährst du in unserem Blogbeitrag.

L-Glutamin zählt zu den nicht-essentiellen Aminosäuren. Dies bedeutet, dass der Körper Glutamin normalerweise selbst herstellt. Allerdings ist die körpereigene Produktion bei hoher Belastung wie beispielsweise Stress oder intensivem Training und bei verschiedenen Erkrankungen verringert. Eine Supplementation mit Glutamin kann hier sinnvoll sein.

Mangel an Glutamin führt zu Schlafproblemen

Glutamin ist der Ausgangsstoff für die Bildung der Gamma-Amino-Buttersäure (γ-Aminobuttersäure, kurz: GABA). Diese nicht-proteinogene Aminosäure stellt einen wichtigen Neurotransmitter des zentralen Nervensystems dar und besitzt eine beruhigende sowie entspannende Wirkung, da sie die Reizweiterleitung im Gehirn unterdrückt. Stress-Signale und andere Reize werden so verlangsamt bzw. gar nicht weitergeleitet. Du kommst zur Ruhe und kannst dich entspannen. Ein Mangel an Glutamin und somit auch an GABA kann daher nicht nur deinen Nachtschlaf stören, sondern auch zu innerer Unruhe und mangelnder Konzentration führen. Mit anderen Worten: GABA ist ein körpereigenes Anti-Stress- und Beruhigungsmittel.

Einfluss von GABA auf die Nachtruhe

Wissenschaftler vermuten, dass eine Überaktivierung des Nervensystems Schlafstörungen verursacht. Dies konnte eine US-amerikanische Studie bestätigen. Die Forscher fanden bei Personen mit Schlafproblemen im Schnitt 30 % weniger GABA im Gehirn als bei anderen Personen. Je niedriger die GABA-Werte sind, desto ausgeprägter ist die Schlaflosigkeit (Insomnie). Schlafstörungen können also durch neurochemische Abweichungen im Gehirn hervorgerufen werden: Durch zu geringe GABA-Konzentrationen fehlen hemmende Einflüsse. Für eine erholsame Nachtruhe ist es daher wichtig, dass der Körper über genügend Bausteine verfügt, um den Neurotransmitter zu bilden. Wenn du unter Einschlaf- und Durchschlafstörungen leidest, kann eine höhere Glutamin-Zufuhr dir also möglicherweise helfen, wieder zur Ruhe zu kommen.

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Schlaf- und Beruhigungsmittel imitieren GABA-Wirkung

Einige Schlafmittel wie Benzodiazepinen oder Barbituraten helfen übrigens gegen unruhige Nächte, indem sie die Antwort des Gehirns auf GABA verändern und die Wirkung des Neurotransmitters verstärken. Auch die Gamma-Hydroxybuttersäure (γ-Hydroxybuttersäure, kurz: GHB) ist eng verwandt mit GABA und besitzt eine ähnliche Wirkung. GHB ist auch als sogenannte Partydroge bzw. KO-Tropfen bekannt. Ebenso wirken viele Beruhigungsmittel sowie einige Narkosemittel über die GABA-Rezeptoren im Gehirn.

Dein Nutri-Plus Team

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