Spargel gesund Nährstoffe

Alles was ihr über Spargel wissen müsst!

Spargel gehört für uns zum Frühling wie Plätzchen zur Weihnachtszeit. Endlich ist es soweit und die leckeren Stangen haben wieder Saison. Egal, ob aus dem Kochtopf oder dem Backofen, als Suppe oder Quiche: Wir können einfach nicht genug davon bekommen. Da es euch bestimmt genauso geht, wollen wir heute einmal die wichtigsten Fragen zum „Gemüse der Könige“ beantworten.

Wie gesund ist Spargel?

Spargel besteht zu über 90 % aus Wasser und liefert nur 18 Kalorien pro 100 g. Das kalorienarme Stangengemüse enthält zudem viele Vitamine und Mineralstoffe. Eine Portion (300 g) deckt beispielsweise etwa 60 % des Tagesbedarfs an Vitamin C und Folsäure. Darüber hinaus ist er leicht verdaulich und sehr bekömmlich. Die enthaltene Aminosäure Asparagin regt zudem die Nierentätigkeit an und wirkt entwässernd.
Beilagen verwandeln das kalorienarme Gemüse leider häufig in eine wahre Kalorienbombe. Daher: Lieber auf die Klassiker Sauce Hollandaise oder zerlassene Butter verzichten und etwas Neues wagen. Hier findet ihr eine leckere, leichte Alternative.

Wie lange dauert die Spargelsaison?

Die Saison beginnt – je nach Wetterlage – Ende März bis Mitte April und endet traditionell am 24. Juni. Warum immer am 24. Juni? So stellen die Bauern sicher, dass sich die Pflanzen bis zum nächsten Jahr ausreichend erholen.

Woran erkenne ich frischen Spargel?

Frische Spargelstangen sind fest und lassen sich kaum verbiegen. Quietschen die Stangen, wenn man sie aneinander reibt, ist das ebenfalls ein Zeichen, dass sie frisch sind. Zudem sollten die Enden weder vertrocknet noch verfärbt sein.

Wie bleiben die Stangen möglichst lange frisch?

Beim Kauf sollte der heimische Markt oder Bauer vor Ort bevorzugt werden, denn die Stangen verlieren schnell an Aroma, Frische und Zartheit. Am besten schmecken sie daher, wenn sie direkt nach dem Einkauf verzehrt werden. Zur Lagerung wickelt man sie in feuchte Küchentücher und bewahrt sie im Kühlschrank auf. So lässt sich der Spargel etwa ein bis zwei Tage lagern. Geschält können die rohen Stangen übrigens auch eingefroren werden.

Was sollte ich bei der Zubereitung von Spargel beachten?

Zunächst die Stangen waschen und dann – immer vom Kopf zu den Enden hin – schälen. Die Enden werden etwa 1-2 cm abgeschnitten. Bei grünem Spargel fällt das Schälen weg, die Schale kann hier nämlich mitgegessen werden. Die Schalen müssen übrigens nicht weggeworfen werden, sondern können als Grundlage für eine leckere Sauce oder Suppe dienen. Experten nehmen für die Zubereitung von Spargel einen speziellen Gareinsatz oder Topf, der das Garen der Stangen im Stehen ermöglicht. So können die zarten Spitzen im Dampf garen. Neben Salz kann man auch etwas Zucker in das Kochwasser geben, um Bitterstoffe zu neutralisieren. Es muss übrigens nicht immer die gekochte Version sein. Auch im Backofen lässt sich das Stangengemüse zubereiten.

Was ist der Unterschied zwischen weißem, grünen und violetten Spargel?

Der Unterschied zwischen grünen, weißem und violettem Spargel beruht auf verschiedenen Anbaumethoden. Grüner Spargel wächst im Gegensatz zu weißem (auch als Bleichspargel bezeichnet) über der Erde. Daher kann er durch das Sonnenlicht den grünen Blattfarbstoff Chlorophyll bilden. Bei der violettem Variante werden die Stangen hingegen erst gestochen, wenn sie die Erde durchbrochen haben. So sind die Spitzen kurze Zeit der Sonne ausgesetzt und färben sich violett. Welche Art und Sorte man bevorzugt, ist Geschmackssache. Weißer Spargel schmeckt milder, violetter und grüner etwas würziger.

Warum riecht der Urin nach dem Spargelverzehr?

Verantwortlich für den typischen Geruch ist die enthaltene Asparagusinsäure. Die Abbauprodukte dieser schwefelhaltigen Verbindung werden über den Urin ausgeschieden und sorgen für den charakteristischen Geruch. Dieser tritt jedoch nicht bei allen Menschen auf, einigen fehlt das Enzym, um die Asparagusinsäure abzubauen.

Darf ich bei einer Gicht-Erkrankung Spargel essen?

Immer wieder liest man, dass Spargel aufgrund seines relativ hohen Gehaltes an Purinen nicht bei Gicht verzehrt werden sollte. Das Bundeszentrum für Ernährung gibt hier allerdings Entwarnung: Auch Personen mit Gicht dürfen sich die leckeren Stangen schmecken lassen. Sicherheitshalber sollte hier aber immer mit dem behandelnden Arzt Rücksprache gehalten werden.

Dein Nutri-Plus Team

Quellen:

  • www.bzfe.de/forum/index.php/forum/showExpMessage/id/8351/page1/1/searchstring/+/forumId/12
  • www.5amtag.de/genuss/das-hat-saison/fruehling/spargel
  • www.geo.de/wissen/gesundheit/16182-rtkl-endlich-verstehen-darum-riecht-der-urin-nach-dem-spargel-essen-so

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