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3 Gründe, warum du mehr Ingwer essen solltest

Ingwer (lat. Zingiber officinale) ist mehr als ein Gewürz. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird die knollenartige Wurzel bereits seit über 2000 Jahren zu medizinischen Zwecken eingesetzt. Neben ätherischen Ölen zeichnet sich Ingwer vor allem durch seine Scharfstoffe – die Gingerole sowie Shogaole – aus. Erstere sind vor allem in frischem Ingwer zu finden. Während der Lagerung oder durch Erhitzen wandeln sich diese dann in die deutlich schärferen Shogaole um.

2018 wurde Zingiber officinale aufgrund seines breiten Wirkspektrums auf medizinischem Gebiet sogar zur Heilpflanze des Jahres gewählt. In unserem heutigen Blogbeitrag erfährst du, wie das Gewürz deine Gesundheit fördert.

Ingwer sorgt für einen gesunden Darm

Verantwortlich für die verdauungsfördernde Wirkung sind vor allem die Scharfstoffe. Sie regen die Speichel- sowie Magensaftproduktion an, wodurch die Verdauung beschleunigt wird. Bereits im Mittelalter nutzte Hildegard von Bingen die anregende Wirkung von Ingwer auf den Magen-Darm-Trakt. Vor dem Essen eingenommen (etwa in Form von Tee sowie unseren Entlüfter-Kapseln) hilft Ingwer zum Beispiel Völlegefühl zu reduzieren. Gut untersucht ist auch die Wirkung auf Übelkeit. Studien zeigen, dass die Knolle bei Reiseübelkeit genauso wirksam ist wie synthetische Arzneimittel. Ingwer ist zudem antientzündlich und wirkt sich positiv auf entzündliche Darmerkrankungen aus. Regelmäßiger Ingwer-Verzehr soll auch die Darmflora günstig beeinflussen, da das Wachstum bestimmter Viren sowie Bakterien gehemmt wird.

Ingwer unterstützt deine Regeneration nach dem Training

Eine 2011 veröffentlichte Übersichtsarbeit nahm die Studien zur schmerzstillenden Wirkung von Ingwer unter die Lupe. Die Daten aus acht Untersuchungen kamen in sechs Fällen zu einem eindeutigen Ergebnis: Ingwer lindert Schmerzen. Verantwortlich für die schmerzstillende Wirkung sind vermutlich die antientzündlichen Eigenschaften. Experten gehen davon aus, dass dies auf einer Hemmung der Prostaglandin-Bildung beruht. Prostaglandine sind Botenstoffe, die Entzündungen fördern und eine Rolle bei der Schmerzübermittlung spielen. Ingwer-Pulver kam u. a. bei Zahn-, Regel- sowie Muskelschmerzen erfolgreich zum Einsatz.

Laut einer Studie soll Ingwer ebenfalls die Regeneration nach dem Krafttraining beschleunigen und die Entzündungsreaktionen nach intensivem Cardio-Training verringern. Um Muskelkater vorzubeugen setzen einige Sportler nach dem Training auch auf die durchblutungsfördernde äußere Anwendung in Form von Wickeln oder Salben. Mehrere Studien zeigen außerdem, dass Ingwer vor oxidativem Stress schützt. Reaktive Sauerstoffspezies, sogenannte freie Radikale, werden für die Zellalterung und viele Erkrankungen (z. B. Krebs sowie Arteriosklerose) verantwortlich gemacht. Das Gewürz erhöht die Expression verschiedener antioxidativer Enzyme, die freie Radikale unschädlich machen. Hiervon profitieren auch Sportler. In deren Zellen kommt es nämlich aufgrund der erhöhten Energiebereitstellung zu mehr oxidativen Stress.

Getrockneter Ingwer besitzt übrigens die höchste antioxidative Kapazität, da der Gehalt an Scharfstoffen mehr als fünfmal höher ist als bei frischem.

Schutz vor Herz-Kreislauf- sowie neurodegenerativen Erkrankungen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall gelten als häufigste Todesursache weltweit. Um ihnen vorzubeugen sollten typische Risikofaktoren – u. a. erhöhte Blutfettwerte, Bluthochdruck sowie Übergewicht – vermieden werden. Ingwer-Konsum kann hierbei helfen. In Studien verringerte die Knolle nämlich den Blutdruck und verbesserte die Blutfettwerte. Zudem sollen die Scharfstoffe Shogaole sowie Gingerole überflüssigen Pfunden zu Leibe rücken, indem sie den Fettaufbau hemmen und den Fettabbau fördern. Um hier von einer eindeutig belegten Wirkung zu sprechen, fehlen allerdings noch Daten aus Humanstudien.

Des Weiteren soll Ingwer aufgrund seiner entzündungshemmenden Eigenschaften die Gedächtnisfunktion positiv beeinflussen und könnte so zur Behandlung sowie Prävention von neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson beitragen. Auch hier besteht jedoch noch weiterer Forschungsbedarf.

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