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10% Tierschutz-Aktion: Interview mit Target

Die 10%-Tierschutz-Aktion kommt im Dezember u. a. dem Verein TARGET e. V. zugute. In unserem Interview stellt uns Sophie Weber (Vorstand) den Verein vor.

Liebes Team, wir freuen uns, dass wir euch gemeinsam mit unseren Kunden/Kundinnen im Dezember 2021 unterstützen können. Gerne würden wir euch und eure Organisation etwas näher kennenlernen und mehr über eure Arbeit erfahren.

Könnt ihr euch und eure Organisation kurz vorstellen?

„Niemand ist zu gering, die Welt zu verändern“ (Rüdiger Nehberg) – das ist unser Leitspruch. TARGET e. V. ist eine Menschenrechtsorganisation, gegründet von meinen Eltern Annette und Rüdiger Nehberg, Deutschlands Abenteurer Nr. 1, Aktivist für Menschenrechte, der Pionier-Survival-Experte „Sir Vival“. Als Verein glauben wir an die Kraft des Kollektivs und laden jeden ein, gemeinsam mit uns die Welt ein Stück besser zu machen.

Gegründet als quasi Zweier-Team im Jahr 2000 sind wir mittlerweile ein international gut – aber überschaubar – aufgestelltes Team in Hamburg sowie in den Projektländern Brasilien, Äthiopien und Guinea-Bissau.

Zwei Ziele bestimmen unser tägliches Handeln. Das ist zum Einen der Einsatz für indigene Völker und den Erhalt des Amazonas-Regenwaldes Brasiliens, genau dahin werden Eure Spenden gehen. Unsere Strategie: Indigene in ihrem Leben im Wald bestmöglich unterstützen, sodass sie im Wald dauerhaft leben und ihn schützen können. Denn solange sie dort leben, gehört er laut brasilianischer Verfassung ihnen. Mit seiner prächtigen Flora und Fauna. Gemeinsam mit den Indigenen, mit den Wächtern des Waldes, gestalten wir Zukunft. So wie beim Volk der Waiãpi, seit 2000. Die Waiãpi in Nordbrasilien leben auf einem Gebiet von 607.000 Hektar ursprünglichen Amazonas-Dschungels im Einklang mit und von der Natur. Damit sie dauerhaft dort leben können und den Wald für die Menschheit erhalten, stehen wir ihnen mit Projekten in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Grenzschutz bei. Wir bauen Krankenstationen mitten im Schutzgebiet, schaffen freien Zugang zu Informationen und Online-Bildungsangeboten direkt aus dem Urwald heraus und wir unterstützen eigene Grenzschutzprojekte der Waiãpi.

Unser zweites Thema ist der Einsatz für unser Ziel, Weibliche Genitalverstümmelung zu beenden und Hilfe für die betroffenen Mädchen und Frauen in Afrika zu leisten. Wir betreiben eine Gynäkologie- und Geburtshilfeklinik für Betroffene in der äthiopischen Danakil-Wüste und Aufklärungsarbeit – weltweit und insbesondere in Äthiopien und Guinea-Bissau – mit dem Islam als Partner. Denn: 85% der betroffenen Mädchen und Frauen sind Muslimas und der brutale Brauch wird immer auch und fälschlicherweise mit den Heiligen Schriften begründet.

Wie läuft ein typischer Arbeitsalltag bei euch ab?

Als Vorstand habe ich mit allen Projekten und auch Bereichen des Vereins zu tun: Finanzen, Planung und Durchführung der Projekte, Spenderbetreuung, Personalwesen u. v. m. Jeder Tag ist also anders. Was bei uns besonders ist, ist dass wir die Projekte direkt aus der Familie heraus betreuen, also als Familie Nehberg geeint als Vorstand von TARGET e. V. . Das sind meine Mutter, mein Bruder und ich. Unser Vater Rüdiger Nehberg ist im April 2020 verstorben. Wir machen weiter. TARGET ist bei uns immer Thema, morgens beim Kaffee bis abends beim Lagerfeuer. Wir sind als Familie mit vollem Einsatz dabei und leben TARGET. Da kann man nicht „abschalten“. Wir nennen es auch nicht Arbeit, eher unseren Nehberg-Lifestyle. Die Brasilien-Projekte für Umweltschutz betreue bei uns ich. Das bedeutet ständige Kommunikation mit unseren Partnern, mit den Waiãpi selbst, mit dem brasilianischen Gesundheitsministerium, die Entwicklung neuer Projekte und Hilfe für weitere indigene Völker – das ist nämlich unser Ziel: Bei möglichst vielen (bestenfalls irgendwann allen) indigenen Völkern Brasiliens, welche Hilfe benötigen, als zuverlässiger Partner zur Seite stehen. Die Waiãpi sind unsere Familie, immerhin sind mein Bruder und ich quasi mit ihnen aufgewachsen. Dass wir heute mit unseren „Sandkasten“- oder besser „Hängematten“-Freunden aus den frühen Urwald-Zeiten in den 2000er-Jahren Projekte für Umweltschutz vorantreiben, das hätten wir damals als Jugendliche nie gedacht. Ich war 12, mein Bruder 17. Heute wissen wir, dass genau das der entscheidende Punkt ist: Die freundschaftlich-familiäre Vertrauensbasis und Verbundenheit seit Kindesalter mit den Waiãpi sind unbezahlbar und ein kraftvoller Schlüssel unseres Engagements.

Welche Vorhaben wollt ihr in naher Zukunft verwirklichen? 

Wir wollen natürlich bestehende Projekte erhalten, denn nur konstanter Beistand bewirkt auch den dauerhaften Erhalt des Regenwaldes. Das bedeutet: Die Instandhaltung unserer Urwaldklinik und der zwei Krankenstationen bei den Waiãpi, und weiterhin den Grenzschutz zu unterstützen – so bauen wir bald ein großes Tor am Eingang des Schutzgebiets der Waiãpi, sodass nur autorisierte Personen ins Gebiet können – und den Zugang zu freier Information und Bildungsangeboten für alle Generationen dauerhaft aufrecht zu erhalten. Wir entwickeln Projekte immer direkt mit den Waiãpi vor Ort. Sie sagen, was das Problem ist und wie ihr Lösungsansatz aussehen könnte, wir schauen, denken gemeinsam mit und gestalten, dann setzen wir zusammen um. Besonders mit Häuptlingstochter Inara ist es eine große Freude. Mit ihr habe ich früher im Urwald gespielt, sie hat mir gezeigt, wie man Nüsse findet, wie man Fladen aus Maniok in einer riesigen Pfanne backt. Viele Jahre waren wir in den Sommerferien im Dschungel. Heute setzen wir uns gemeinsam für ihr Volk und die Weltgemeinschaft ein.

Aber auch weitere indigene Völker: Ich verrate noch nicht zu viel, aber noch dieses Jahr werden wir weitere indigene Völker in Brasilien unterstützen. Wie vielen indigenen Völkern wir letztlich helfen können, hängt einfach davon ab, wie viele Spenden wir erhalten. Je mehr Menschen unsere Arbeit unterstützen, desto mehr Krankenstationen können wir bauen. Denn die administrative Grundlage ist geschaffen: Als einzige internationale Organisation ist es uns gelungen, ein erweitertes Kooperationsabkommen mit der brasilianischen Regierung zu schließen, dass es uns erlaubt, bei allen indigenen Völkern nun aktiv zu sein. Das Prinzip: TARGET baut Krankenstationen im Schutzgebiet, das Gesundheitsministerium stellt Medikamente, Equipment, medizinisches Personal und Ärzte. Ein Prinzip, das seit 2002 gut funktioniert. Das Ergebnis: Die Indigenen können im Wald vor Ort bleiben und müssen nicht in die oft nur durch harte Tagesmärsche erreichbaren, weit entfernten Städte, um behandelt zu werden. Und solange sie im Urwald leben, gehört er laut brasilianischer Verfassung ihnen und ist geschützt.

Wie werdet ihr die Spende der 10% Tierschutzaktion von Nutri-Plus verwenden?

Wir werden die Spende direkt für unsere Projekte mit und für indigene Völker – die Hüter des Waldes – und der damit verbundenen Artenvielfalt der tropischen Flora und Fauna verwenden.

Wie können unsere Kunden/Kundinnen euch weiterhin unterstützen?

Uns geht es darum, Menschen zu erreichen und gemeinsam das Motto zu leben „Niemand ist zu gering, die Welt zu verändern.“ Jeder kann etwas tun. Zusammen mit uns, alleine oder in der Nachbarschaft. Hauptsache loslegen!

Um dauerhaft unsere Projekte am Leben zu halten, benötigt es natürlich auch dauerhafte Spenden. Wir laden jeden ein, eine spontane oder – wer kann und mag – eine regelmäßige Förderschaft mit TARGET e. V. zu machen, als zuverlässiger Partner für die Menschen in unseren Projekten. Das unterstützt uns, langfristig und sicher planen zu können. Gerne unterstützen wir auch dabei, wenn jemand eine Spendenaktion umsetzen möchte: Von Backen mit Kuchenverkauf, Spenden statt Geschenke zum Geburtstag oder Jubiläum, oder zum Geburtstag des Chefs, eine sportliche Welt-Umsegelung mit Spendenaufruf oder eine abenteuerliche Wanderung mit Kilometerspenden – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Ruft uns einfach an oder schreibt uns eine Mail. Gerne kann auch direkt unterstützt werden: Auf unserer Homepage und folgt uns auf Instagram oder Facebook. Je mehr Menschen von unserem Anliegen erfahren, desto besser.

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