vegane Lebensweise

10 Gründe für eine vegane Lebensweise

Immer mehr Menschen in Deutschland ernähren sich rein pflanzlich. Mittlerweile gibt es deutschlandweit etwa 1,3 Millionen Veganer, die Tendenz ist steigend. Doch warum leben diese Personen vegan? In diesem Blogbeitrag zeigen wir dir 10 gute Gründe für eine vegane Lebensweise.

 

Warum eine vegane Lebensweise?

1. Ethik

Der wahrscheinlich häufigste Grund für eine vegane Lebensweise ist die ethische Einstellung. Veganer möchten nicht, dass Tiere für ihre Lebensweise sterben oder ausgebeutet werden.

Die Massentierhaltung ist Ausdruck der Ausbeutung der Tiere, welches ethisch nicht vertretbar ist.

2. Tierschutzvegane Lebensweise

Derzeit essen die Deutschen in ihrem Leben durchschnittlich über 1000 Tiere. Um diesen immensen Fleischkonsum der Verbraucher zu decken, müssen die Tiere auf engstem Raum gehalten werden. In der sogenannten Massentierhaltung werden Tiere nur noch als Ware betrachtet. Ihre natürlichen Bedürfnisse können sie so nicht ausleben.

Doch nicht nur die Fleischproduktion greift auf solch eine Haltung zurück, sondern auch die Ei- oder Milchindustrie. Milchkühe werden künstlich befruchtet um Milch zu geben, nach wenigen Jahren werden sie dann aufgrund der sinkender Milchleistung getötet. Männliche Küken werden kurz nach der Geburt geschreddert, da sie keine Eier legen und sie sich zudem nicht als Masthähnchen eignen – für diesen Zweck gibt es spezielle Züchtungen mit einem höheren Fleischanteil.

3. Umwelt

Laut der FAO entfallen auf die Massentierhaltung jährlich etwa 18 Prozent des weltweiten Treibhausgas-Ausstoßes. Aber nicht nur die gefährlichen Treibhausgase machen der Umwelt zu schaffen, sondern auch der hohe Wasserverbrauch und die extreme Abholzung des Regenwaldes für die Produktion von Fleisch oder tierischen Produkten. So werden beispielsweise für ein 1 Kilogramm Fleisch ganze 16.000 Liter Wasser benötigt! Im Vergleich dazu braucht man für 1 Kilogramm Getreide nur 1.350 Liter Wasser.

Vor dem Hintergrund, dass aktuell 800 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, ist dies sehr bedenklich.

Als Fazit kann man daraus schließen: Veganer leisten durch ihren Verzicht auf Fleisch und tierische Produkte einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz.

4. Welthunger

Hunger ist ein weltweites Problem. Fast 1 Milliarde Menschen auf der Welt haben nicht genug zu essen und sind unterernährt. Die meisten dieser Menschen leben in Entwicklungsländern. Jährlich sterben mehr Menschen an den Folgen des Hungers als an AIDS, Malaria und Tuberkulose zusammen.

Auf der Erde wird genügend Getreide angebaut, um alle Menschen satt zu bekommen. In vielen Ländern, die von Nahrungsmittel betroffen sind, werden große landwirtschaftliche Flächen zur Gewinnung von Tiernahrung und zum Export an Industrieländer genutzt. Würde man diese Nahrungsmittel für die Bevölkerung nutzen, könnte ein Großteil des Hungers gestillt werden.

5. Übergewicht

In Deutschland sind derzeit 67 % der Männer und 53 % der Frauen übergewichtig, 23 % der Männer und 24 % der Frauen sind stark übergewichtig also adipös. Übergewicht steht mit Diabetes und einer Reihe von Folgeerkrankungen in Verbindung.

Eine vegane Ernährungsweise ist reich an pflanzlichen Produkten und führt durch die geringe Aufnahme an fettreichen Produkten zu einem gesunden Körpergewicht. Neben der Nahrungsmittelauswahl ist auch die gesunde Lebensweise von Bedeutung. Veganer trinken im Durchschnitt weniger Alkohol, rauchen seltener und treiben mehr Sport.

Daher haben die meisten Veganer ein gesundes Körpergewicht.

6. Krebs

Krebs ist nach den Herz-Kreislauferkrankungen die häufigste Todesursache in Deutschland. Mittlerweile gibt es viele Studien, die sich mit einer veganen Lebensweise und dem Krebsgeschehen befassen.

Diverse Studien zeigen, dass vegan lebende Menschen gegenüber Fleischessern ein deutlich geringeres Risiko haben an Krebs zu erkranken oder zu sterben. Vor allem das Risiko an Dickdarm- oder Lungenkrebs zu erkranken, ist deutlich geringer.

7. Entzündliche Erkrankungen

In den letzten Jahrzehnten ist das Auftreten entzündlicher Erkrankungen deutlich angestiegen. Auch Autoimmunerkrankungen wie beispielsweise Colitis ulcerosa, Morbus Crohn sowie die rheumatoide Arthritis zählen zu den chronisch entzündlichen Erkrankungen.

Eine wichtige Fettsäure in diesem Zusammenhang spielt die Arachidonsäure. Diese Omega-6-Fettsäure wird im Körper gebraucht, um sogenannte schlechte Eicosanoide (Entzündungsfaktoren) zu bilden. Diese führen zu erhöhten Entzündungsreaktionen im Organismus. Die Arachidonsäure ist vor allem in tierischen Produkten enthalten.

Ein Verzicht auf tierische Produkte führt daher zu einer reduzierten Aufnahme der Arachidonsäure. Veganer haben daher eine geringere CRP-Konzentration (CRP ist ein Marker für den Schweregrad entzündlicher Erkrankungen) als Fleischesser. Aus diesem Grund wirkt eine vegane Ernährung anti-entzündlich und kann auch bei bereits bestehenden Erkrankungen helfen.

8. Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Eine vegane Ernährungsweise zeichnet sich durch einen hohen Verzehr pflanzlicher Kost, einer geringeren Energieaufnahme und Fett, einer günstigeren Fettsäurezusammensetzung und einer deutlich geringere Aufnahme an Cholesterin aus. Eine hohe Aufnahme tierischer Produkte erhöht damit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Deshalb erkranken bzw. sterben Veganer deutlich weniger an Atherosklerose sowie koronaren Herzkrankheiten.

9. Genuss

Viele Menschen fragen sich, was man überhaupt noch essen kann, wenn man auf Fleisch, Eier, Milch und Milch-Produkte verzichtet. Doch eine vegane Ernährung ist alles andere als einseitig.

Durch eine vegane Ernährungsumstellung entdeckt man viele neue unterschiedliche Obst- und Gemüsesorten, andere Zutaten und Kombinationen, die für Abwechslung auf dem Teller sorgen. Mittlerweile ist das Angebot an veganen Lebensmitteln in deutschen Supermärkten sehr vielfältig. Soja-Produkte ersetzen Fleisch und Käse. Auch das Angebot an veganen Kochbüchern und Restaurants nimmt stetig zu.

Viele vegane Rezepte findest du auch auf unserer Homepage. Hier geht es zu unseren Rezepten.

zu unseren veganen Rezepten

10. Nachhaltigkeit

vegane Lebensweise

Ein hoher Fleischkonsum ist die Ursache für eine Reihe von Umwelt- sowie Klimakatastrophen.

In der Massentierhaltung werden die gefährlichen Gase Methan und Lachgas in die Umwelt ausgestoßen. Methan sowie Lachgas sind viel wirksamer als Kohlendioxid und damit noch schädlicher für die Umwelt.

Außerdem werden durch eine vegane Lebensweise viel weniger Ressourcen wie Wasser und Energie verschwendet. Für zukünftige Generationen ist dies von besonderer Bedeutung.

 

Dein Nutri-Plus Team

 

Quellen:

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